Tötet PETA Deutschland Tiere?
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Tötet PETA Deutschland Tiere?

Hund PETA tötet Deutschland
© istock / Manuel Faba Ortega

Immer mal wieder werden wir mit dem Vorwurf konfrontiert, PETA töte Tiere. Selbstverständlich klingt das erstmal beunruhigend. Unsere Organisation lebt von dem Vertrauen, das unsere Befürworter in uns legen und macht uns erst zu weltweit größten Tierrechtsorganisation. Deswegen nehmen wir uns an dieser Stelle die Zeit, dieses Thema ein für alle Mal abzuschließen.

Tötet PETA Deutschland Tiere?

Nein. PETA Deutschland e.V. tötet keine Tiere und gibt dies auch nicht in Auftrag. Behauptungen dieser Art sind schlichtweg falsch.

Die Situation in Amerika ist aus diversen Gründen nicht mit der Situation in Deutschland zu vergleichen. Anders als in Deutschland werden in den USA jährlich 6 bis 8 Millionen Tiere in Tierheimen abgegeben, etwa die Hälfte davon wird eingeschläfert.

Schuld an dieser Krise sind vor allem Züchter und Tierläden, die Tiere verkaufen; aber auch Privatpersonen, die ihre tierischen Mitbewohner nicht kastrieren lassen. Für jedes Tier, das geboren wird, verliert ein Tier im Tierheim die Chance auf ein neues Zuhause. PETA USA kämpft für jedes einzelne Tier und unternimmt mit mobilen Kastrationskliniken und Aufklärungskampagnen daher größte Anstrengungen, das Leid der Tiere zu verhindern.

Jedes neu geborene Kätzchen und jeder Welpe ist ein virtuelles Todesurteil für ein unglückliches Tier in einem Tierheim. 

PETA USA unterhält zwar ein Vermittlungsprogramm, das Tiere in ein gutes neues Zuhause vermittelt, betreibt allerdings keine Tierheime im traditionellen Sinne, lediglich eine letzte Anlaufstelle (sog. „shelter of last resort“).

Was bedeutet das? PETA USA bietet Menschen mit geringem Einkommen die Möglichkeit, ihre Tiere günstig oder kostenlos tierärztlich behandeln und/oder kastrieren zu lassen. Die Menschen, die ihre Tiere hier versorgen lassen, haben in vielen Fällen selbst nicht die finanziellen Mittel, um den bei ihnen lebenden Tieren die nötige tierärztliche Versorgung zu gewährleisten oder die Tiere länger bei sich behalten können. So kommt es leider nicht selten vor, dass die Tiere, die hier vorgestellt werden in einer sehr schlechten gesundheitlichen Verfassung sind.

Die Tiere, die eine Chance auf Adoption haben, vermittelt PETA USA wir nach einer tierärztlichen Untersuchung an ein sogenanntes „open admission“ Tierheim, wo sie in ihr endgültiges Zuhause weitervermittelt werden. Kranke, verletzte und sterbende Tiere werden auf Wunsch der Familie kostenlos fachgerecht euthanasiert.  Dies ist selbstverständlich eine schwierige und traurige Entscheidung für jede Familie. Oft bliebe den Tierhaltern ansonsten keine andere Wahl, als die Tiere auszusetzen und somit sich selbst zu überlassen.

PETA USA bietet es sozial schwachen Tierhaltern an, ihre kranken und schwachen Tiere kostenlos einzuschläfern.

Die Mitarbeiter von PETA USA machen also nichts, was nicht jeder verantwortungsvolle Tierhalter auch tun würde. Sie nehmen Tiere an, die meist schwer krank oder verletzt sind oder bereits im Sterben liegen. Wenn ein Tier für den Rest seines Lebens nur noch großes Leid zu erwarten hat, dann ist die schmerzfreie Einschläferung der beste Weg. Unsere US-Kollegen kämpfen für jedes einzelne Tier und handeln ausschließlich im Interesse des Tieres.

Was ist mit „no kill“ Tierheimen?

Neben den vielen todkranken Tieren werden auch einige Tiere zu PETA USA gebracht, die aggressiv, verwildert oder schwer verhaltensgestört sind. Diese Tiere haben keine Chance, vermittelt zu werden oder ein artgerechtes Leben zu führen.

Der Begriff „no kill“ Tierheim klingt zunächst nach einer wundervollen Lösung für diese Problematik. Aber leider sind diese Tierheime auch maßlos überfüllt, sodass die Tiere für den Rest ihres Lebens meist in kleine Käfige gesperrt, in fensterlosen Räumen bis unter die Decke mit dutzenden anderen Tieren aufeinandergestapelt leben müssen. Sie sehen kein Tageslicht, keiner geht mit ihnen Gassi. Diese Tiere sind ein trauriges Opfer der Wegwerf-Mentalität in den USA, wo Tiere wie Kleidungsstücke gekauft und entsorgt werden. Andere „no kill“ Tierheime weisen wiederum viele Tiere ab, ohne sicherzustellen, welches Schicksal sie dann erwartet.

Wir von PETA betrachten Euthanasie nicht als eine Lösung für das Problem der überfüllten Tierheime! Es ist angesichts der aktuellen Krise vielmehr eine traurige Notwendigkeit.

Warum betreibt PETA keine Tierheime?

Ein paar hundert Tiere in Tierheimen unterzubringen, wäre keine effiziente Verwendung der knappen finanziellen Ressourcen. Deswegen setzt PETA USA an der Wurzel des Problems an. In den drei mobilen Kastrationskliniken kastriert PETA USA jedes Jahr über 10.000 Tiere. Bis jetzt konnte PETA USA in diesen mobilen Kliniken seit 2001 bereits über 139.000 Tiere kastrieren und diese Zahl steigt Tag für Tag.

 Mit Aufklärungs- und Kampagnenarbeit wird die Öffentlichkeit darüber informiert, dass skrupellose Züchter aus Profitgründen Unmengen von Tierbabys züchten und auf den Markt werfen und leider viele gedankenlose Menschen diese Tiere kaufen, anstatt einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim zu retten.

Die WDR-Show „Tiere suchen ein Zuhause“ hat all dies vor einigen Jahren in einem Beitrag zusammengefasst:

Woher stammen diese Vorwürfe?

Die aktuellen Vorwürfe gegen PETA USA kommen vom sogenannten Center for Consumer Freedom, einer Lobbyorganisation, die auch von Unternehmen, Lobbyisten der Fleisch- und Tabakindustrie und anderen Tierausbeutern finanziert wird. 

Diese Unternehmen versuchen, PETA zu schaden, weil PETA immer wieder die grausamen Methoden in der Fleischproduktion aufdeckt. Das Center for Consumer Freedom lobbyiert in den USA im Auftrag von US-Konzernen übrigens auch gegen andere unterstützenswerte Organisationen wie „Mütter gegen Alkohol am Steuer“ oder Greenpeace.

Was kann ich jetzt tun?

  • Weitere Informationen zu dem Thema befinden sich auf http://petatoetettiere.de/
  • Adoptieren, nicht kaufen: Auch in Deutschland warten liebenswerte Tiere im Tierheim auf ein neues Zuhause! Kläre auch dein Umfeld über diese Problematik auf.
  • Poste diesen Artikel gerne als Antwort auf solche Vorwürfe, damit Missverständnisse und (absichtliche verursachte) Missinterpretationen ausbleiben.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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