Haustiere

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Alle Jahre wieder weisen wir darauf hin, dass Tiere keine Weihnachtsgeschenke sind: Tiere sind fühlende Lebewesen – mit Bedürfnissen, Ansprüchen und Gefühlen. Genau wie wir auch. Einem Tier ein Zuhause zu schenken ist eine weitreichende Entscheidung, die immer gut durchdacht sein muss – und nicht an ein Datum und den damit verknüpften Vorstellungen geknüpft sein sollte.

Leider werden noch immer Tiere zum Weihnachtsfest verschenkt – viele von diesen Hunden, Katzen, Kaninchen, Wellensittichen und andere landen dann einige Monate später in den ohnehin überfüllten Tierheimen. Das Fest ist vorbei. Aus kurzer Freude wird langes Tierleid!

Offensichtlich haben sogar Zoohandlungen dieses Problem erkannt: Eine österreichische Zoohandelskette verkauft daher bewusst in der Woche vor Weihnachten keine Kleinsäuger mehr – um Impulskäufe zu verhindern. Das Unternehmen selbst schreibt: als „Zeichen im Sinne des Tierschutzes“.

Wow! – im ersten Moment klingt das richtig toll und tierfreundlich…

Doch wenn diese Entscheidung mehr sein soll als nur ein PR-Gag und wirklich zum Wohl der Tiere getroffen wurde, dann darf das Zeichen im Sinne des Tierschutzes selbstverständlich nicht auf eine bestimmte Jahreszeit – oder einen extrem kurzen Zeitraum – begrenzt sein. Tiere landen das ganze Jahr über im Tierheim, sie werden tagtäglich abgegeben oder sogar ausgesetzt – weil Menschen unüberlegt, selbstsüchtig handeln.

Die Entscheidung, keine Tiere mehr in Zoohandlungen zu verkaufen, wäre wirtschaftlich übrigens gar nicht dramatisch, da die Zoohandelsindustrie ihren milliardenschwerer Umsatz ohnehin nicht mit dem Verkauf der Tiere selbst macht: viel wichtiger sind Zubehör und Nahrung.

Wie wenig das Tier in dieser Welt zählt wird schon an lächerlich geringen Preisen deutlich – die selbstverständlich nie angemessen sein können, denn wie viel kann ein Leben kosten?

Dennoch ein Beispiel: Ein Welpe kostet bei Zoo Zajac 799 Euro, im Internet werden die Tiere zu noch niedrigeren Schnäppchenpreisen angeboten. Im Laufe seinen Lebens aber „kostet“ aber ein Hund, der beispielweise 14 Jahre alt wird, über 20.000 Euro – selbst vorausgesetzt, dass er nie krank wird!

Tiere sind keine Geschenke. Tiere sind keine Ware. Nie.

Wer ein Tier in einer Zoohandlung, im Internet, auf einem Tiermarkt oder von einem Züchter kauft, handelt nicht im Sinne der Tiere.

Adoptieren statt kaufen!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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