TOLL: Hannover will 200.000 heimatlosen Katzen helfen!
Haustiere

TOLL: Hannover will 200.000 heimatlosen Katzen helfen!

© iStock.com / Serg Velusceac

200.000 streunende, heimatlose Katzen sind in Niedersachsen bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass die Dunkelziffer von heimatlosen Katzen noch um einiges höher liegt. Diese Überpopulation bringt nicht nur viel Leid und Krankheit, sondern erhöht sich stetig, wenn die Tiere nicht kastriert werden. Aus diesem Grund hat das Land Niedersachsen nun ein besonderes Tierschutzprojekt ins Leben gerufen.

Für zwei Monate können ab dem 15.01.2018 streunende, herrenlose Katzen in Tierarztpraxen rund um Hannover abgegeben und kostenlos kastriert und registriert werden.  Mit dem Ziel, die unkontrollierte Vermehrung der Katzen einzudämmen. Denn auch in Niedersachsen platzen, so wie in vielen anderen Kommunen auch, die Tierheime aus allen Nähten.

DARUM ist diese Aktion so wichtig

1 Katze kann in 7 Jahren mit ihren Nachkommen bis zu 370.000 Katzenkinder zeugen.

Um die Welle der Überbevölkerung endlich einzudämmen, setzt sich PETA schon seit einiger Zeit für eine bundesweite Kastrations- und Registrierungspflicht für alle Freigängerkatzen ein.

Eine Kastration nimmt nicht nur den Stress und das Unbehagen, welche die weiblichen Tiere während ihrer „Rolligkeit“ ertragen, sondern mindert auch das Risiko, dass die Tiere an Gebärmutter- oder Gesäugekrebs erkranken. Die Kastration eines männlichen Tieres verhindert nicht nur das herumstreunen und die Kämpfe mit anderen Artgenossen, sondern auch das Risiko an Hodenkrebs zu erkranken.

Gibt es rechtliche Grundlagen?

Seit der Novellierung des Tierschutzgesetzes, welche im Juli 2013 in Kraft getreten ist, kann die Kastrationspflicht nun endlich aus Tierschutzgesichtspunkten erlassen werden (§13b).
Die Landesregierungen sind per Verordnungsberechtigung ermächtigt, Maßnahmen zur wichtigen Populationskontrolle frei lebender Katzen zu treffen und Gebiete mit sogenannten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungsverordnungen zur Verringerung der hohen Anzahl von Katzen festzulegen. Zudem dürfen sie diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auch auf andere Behörden übertragen, d. h., auch an die Kommunen.

Wünschenswert wäre jedoch eine bundesweite Kastrationspflicht von Freigängerkatzen!

Was Du tun kannst:

Über den Autor

Jana

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen