Schreckliche Tierquälerei bei PetSmart aufgedeckt
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Schreckliche Tierquälerei bei PetSmart aufgedeckt

PetSmart

Am 29. März 2018 durchsuchten amerikanische Behörden in Nashville, Tennessee (USA), eine Zoohandlung der Kette PetSmart.

PETA hatte zuvor Video- und Bildmaterial eingereicht, welches das Leiden der Tiere und die systematische Vernachlässigung aufzeigte. Ein Augenzeuge konnte das Leiden der Tiere zuvor in einigen Geschäften der PetSmart Gruppe dokumentieren.

Die zuständige Behörde beschlagnahmte daraufhin sechs kranke und verletzte Hamster, Mäuse und Meerschweinchen und leitete ein Strafverfahren ein. Die zuständige Staatsanwaltschaft erwägt nun, wegen Tierquälerei zu ermitteln.

PetSmart Recherche

Um die Kosten möglichst gering zu halten, verweigerte die Leitung des Tiergeschäfts in Nashville mehrfach, kranke, verletzte und sterbende Tiere medizinisch zu versorgen.  Ein Meerschweinchen hatte eine eitrige Wunde am Rücken, war dehydriert und litt unter einer Magen-Darm-Erkrankung. Bei einem anderen Meerschweinchen, welches ein vereitertes Kniegelenk aufwies, hatte sich die Infektion bereits bis zum Herz und Gehirn ausgebreitet. Eine Maus litt über einen Monat lang an einer Augenentzündung und einer ganz offensichtlichen Atemwegsinfektion,  bis sie starb.

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Das im Sterben liegende Meerschweinchen hatte eine schwere Knieinfektion, durch die sich Bakterien bis in sein Herz und Gehirn ausgebreitet hatten. Keiner wollte das Meerschweinchen in eine Tierklinik bringen.

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Die Maus „Itchy“ hatte geschwollene Augen, aus denen dicker weißer Ausfluss kam. Zwei Wochen lang weigerten sich die Mitarbeiter, das Tier medizinisch versorgen zu lassen. Später fand ein Augenzeuge „Itchys“ sterbliche Überreste in einem Gefrierschrank.

Der Augenzeuge dokumentierte außerdem, dass ein Vorgesetzter die Angestellten anwies, Kunden nicht zu sagen, dass PetSmart Tiere von Sun Pet, Ltd. erwirbt. Dieses Tierqual-Unternehmen wurde nach einer Ermittlung von PETA im Jahr 2010 von den Behörden ins Visier genommen.

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Kot, Urin und alte Nahrung sammelte sich in den kleinen Meerschweinchen-Käfigen an.  

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Trotz eines eitrigen Geschwulst wurde „Ninetails“ nicht behandelt. PETA konnte ihn nun in ein schönes Zuhause vermitteln.

PETAs Ermittlung umfasste neben dem Laden in Tennessee auch Geschäfte in Brandon, Florida, und Peoria, Arizona. Es zeigte sich deutlich, dass PetSmart Tiere mit Krankheiten wie beispielsweise Kokzidien hielt, die auch auf Kinder und andere Menschen übertragbar sind. An Feiertagen wurden die Tiere nicht versorgt, obwohl viele von ihnen krank waren und dringend Medikamente brauchten. Der Jahresumsatz der Firma beläuft sich auf 7 Milliarden Dollar.

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Viele Meerschweinchen hatten, wie dieses hier, Borkenflechte – eine hochansteckende Pilzerkrankung, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.

In einem PetSmart-Laden in Florida ließ die Geschäftsleitung Tiere während des Hurricane Irma einfach im Laden stehen. Nach vier Tagen kamen die Mitarbeiter zurück und stellten fest, dass viele Tiere ausgebrochen oder tot waren und dass rund 30 Kleinsäuger kein Wasser mehr hatten. Einen schwerkranken Sittich ließ man Tage lang langsam verhungern und verdursten. Ein Geschäftsleiter gab zu, „jedes einzelne“ der Tiere käme aus „schrecklichen“ Zuchtstätten und PetSmart sei „ein grauenvoller Ort für Tiere“. 

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Viele Hamster litten an einer Erkrankung, die man „Wet Tail“ nennt. Die Darmerkrankung schlägt gerade dann zu, wenn die Tiere extrem gestresst sind. Dieser Hamster wurde nicht behandelt und starb bei PetSmart in Florida.

Auch in einem Geschäft in Arizona wurden kranke und verletzte Tiere oft nicht behandelt. Hamster wurden als Einzelgänger in Gruppen gehalten, was unweigerlich zu Kämpfen führte. Ein Vorgesetzter riet den Angestellten, Hamster, die einen Artgenossen getötet hatten, einfach in der Hand zu zerquetschen.

 Kunden wurden absichtlich nicht darüber informiert, dass der Laden Fische mit ansteckenden Krankheiten verkaufte.

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Regelmäßig stieß der Augenzeuge auf viele tote Fische in den Becken. In diesem Beutel waren über 200 tote Fische – der „Abfall“ des Ladens in Tennessee von nur einem Tag.

Immer wieder konnten Ermittlungen die tierquälerischen Bedingungen in Zoohandelsketten offenlegen.

Was DU tun kannst:

Tierliebe Menschen sollten ausschließlich in Zoohandlungen einkaufen, die keine Tiere zum Verkauf anbieten.

Bitte fordere PetSmart auf, den Verkauf von Tieren endlich einzustellen!

Wenn Du ein Tier aufnehmen möchtest, besuche immer ein Tierheim. Hier warten viele Vierbeiner sehnlichst auf ein neues Zuhause.

Über den Autor

Jana

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.

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