Haustiere

Skrupelloser Reptilienhandel – Experten über das Massengeschäft

Allein in deutschen Wohnzimmern stehen etwa 700.000 Terrarien mit Reptilien und Amphibien.

Was ist das Problem?

  • Etwa 600.000 lebende Reptilien werden jedes Jahr aus dem Ausland importiert.
  • Ein hoher Anteil der Tiere stirbt, bevor sie in Deutschland ankommen. Schau dir die neue PETA-Recherche HIER an!
  • Die Tiere, die den Transport überleben, werden wie Ware – überwiegend von Großhändlern – massenhaft für den deutschen Markt „vorrätig gehalten“.
  • Aber auch den sogenannten Nachzuchten geht es häufig sehr schlecht.
  • Viele Händler greifen auf die „Rackhaltung“ zurück. Das sind schubladenähnliche Elemente, um möglichst viele Tiere platz- und kostensparend auf engstem Raum halten zu können. Die Tiere können ihre arteigenen Verhaltensweisen nicht ausleben.
  • Bei einem deuschen Großhändler werden Königspythons teils schon seit mehr als zehn Jahren in einfachen Plastikboxen gehalten.
  • Ob importiert oder in Gefangenschaft geboren – Reptilien sind Wildtiere. Sie sind nicht wie Hunde oder Katzen an den Menschen gewöhnt. Allein der Blick eines Menschen kann bei ihnen Todesangst auslösen.

Viele Experten sind sich einig, dass sich etwas ändern muss!

Prof. Manfred Niekisch, Biologe, Direktor des Frankfurter Zoos und Sachverständiger der Bundesregierung in Umweltfragen ist über die hohen Sterberaten von bis zu 70 % überhaupt nicht überrascht. Er berichtet sogar von Transporten, bei denen alle Tiere qualvoll sterben und sagt, „jeder dieser Transporte ist einer zuviel“.

Seiner Ansicht nach muss „dieser Massenhandel“ aufhören und es muss sichergestellt werden, dass nicht „einfach nur Konsumware importiert wird – und das auch noch in möglichst großer Stückzahl, damit es möglichst schön billig wird.“

Dr. Mark Auliya, Biologe am Helmholtz-Zentrum in Leipzig spricht von einem regelrechten „Verhökern“ und „Verramschen“ der Tiere. Ihm zufolge gibt es „ganz viele Beispiele“ dafür, dass Wildfänge (Tiere, die der Natur entrissen werden) ganze Arten in den Herkunftsländern bedrohen. Zudem hat er selbst erlebt, wie in Südostsien bei einem Tiertransport etwa 50 % der Tiere verstorben sind – noch bevor sie den Exporteur erreicht hatten.

Dr. med. vet. Cornelie Jäger, die Landestierschutzbeauftragte von Baden-Württemberg ist der Ansicht, dass man Lebendtierimporte „komplett unterbinden“ sollte, da man damit „zu viel Tierleid“ einkauft. Sie wünscht sich eine Tierschutz-Heimtierverordnung. Auch  PETA fordert diese schon seit Jahren.

Was du tun kannst?

  • Schau dir die unfassbaren Bedingungen an, unter denen die sensiblen Tiere leiden und sterben müssen und unterzeichne unsere Petition!
  • Kaufe niemals ein Tier bei einem Händler, Züchter oder auf einer Tierbörse.
  • Solltest du die Möglichkeit haben, ein sensibles Reptil bei dir aufzunehmen, dann adoptiere bitte immer ein heimatloses Tier aus dem Tierheim!

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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