Der Pythonkuschler bezahlt Schlangenliebe mit seinem LEBEN
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Der Pythonkuschler bezahlt Schlangenliebe mit seinem LEBEN

Dan Brandon mit seiner Python
© Dan Brandon / Facebook

Im vergangenen August wurde ein junger Brite, umgeben von seiner 2,4 m langen Python, in seiner Wohnung, tot aufgefunden.

Sein Obduktionsbericht zeigt nun, was dem Mann passiert ist: Beim Kuscheln mit seiner Lieblingspython wurde der Mann durch das Tier erstickt.

Trotz der langjährigen Erfahrung war der Reptilienfan nicht vor diesem Angriff gefeit

Er hielt nicht nur gefährliche Schlangen, sondern auch ein dutzend Taranteln als Haustiere. „Er war verrückt nach Schlangen, Spinnen, Vögeln und anderen Wildtieren“, so ein Freund des Verstorbenen.

Nicht nur dieser Vorfall in Großbritannien zeigt, wie gefährlich, exotische Wildtiere in Gefangenschaft, für uns Menschen werden können. Anders als die Ministerien einiger deutscher Bundesländer behaupten, können auch kleinere Schlangen, unter 3 Metern schon eine Gefahr darstellen und einen Menschen töten.

Warum Schlangen nicht in Wohnzimmer gehören

Erst vor kurzem wurde in Starnberg ein junger Mann durch den Biss einer Schlange so schwer verletzt, dass er nur noch den Notarzt rufen konnte und dann unter Atemnot zusammenbrach. Der Notarzt verabreichte dem Mann neun unterschiedliche Medikamente, um ihm so in letzter Sekunde das Leben zu retten. In seiner Wohnung wurden daraufhin einige gefährliche Schlangen gefunden. Darunter zwei afrikanische Speikobras, fünf Lanzenottern, eine Königspython und eine Madagaskakobra.

Häufig übertragen Schlangen und andere Reptilien schlimme Krankheiten wie Salmonellen. Hier sind besonders Kinder und immunschwache Menschen gefährdet.

Wie viele Vorfälle dieser Art muss es noch geben?

Wann wir endlich ein deutschlandweites Haltungsverbot für gefährliche Wildtiere eingeführt?

Auf den meisten Reptilienbörsen werden Schlangen wie billiger Trödel verramscht. Hier wird nicht nachgefragt, welche Sachkunde ein Käufer mitbringt. Menschen auf den Börsen entscheiden sich häufig durch Spontankäufe für ein Tier. Manche Tiere werden größer als erwartet oder sind zudem mitunter auch sehr gefährlich.

Sindelfingen: hunderte Reptilien in kleinen Plastikboxen auf Tierflohmarkt verramscht

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Über den Autor

Jana

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.

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