Haustiere

Passivrauchen kann Tiere töten!

Eine Hand ascht eine Zigarette ab. Fördert das Passivrauchen
© iStock.com / Terroa

Passivrauchen erhöht das Krebsrisiko auch bei Tieren

Passivrauchen ist schädlich – das ist hinreichend bekannt. Doch, was nicht jeder weiß: Nicht nur Menschen, auch unsere tierischen Mitbewohner sind durch Passivrauchen gefährdet.

Katzen mit „qualmenden Herrchen“ erkranken bis zu viermal häufiger an Lymphknotenkrebs!

Den heutigen WELTNICHTRAUCHERTAG möchten wir zum Anlass nehmen und auf die unterschätze Gefahr des Rauchens in der Wohnung für unsere tierischen Freunde aufmerksam machen.

Warum und wie leiden die Tiere?

Was viele Raucher nicht wissen: Tiere leiden besonders stark unter dem Zigarettenrauch. Sie nehmen die Schadstoffe nicht nur über die Atmung, sondern auch bei der Fellpflege auf: Katzen zum Beispiel bei dem ausgiebigen täglichen Putzen ihres Fells.

Ergebnis: So bedeutet das Rauchen von Tierhaltern für Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, ein deutlich erhöhtes Risiko, an bösartigem Lymphdrüsenkrebs zu erkranken.

Ein Hund und eine Katze liegen auf dem Boden in einer Wohnung
Tiere sind nah am Boden und Rückständen daher stärker ausgesetzt.

Doch nicht nur Katzen, auch alle anderen tierischen Mitbewohner wie Vögel, Meerschweinchen oder Kaninchen und sogar Fische sind vom Zigarettenqualm betroffen. Hunde haben durch Zigarettenqualm ein höheres Risiko für Nasen- und Lungenkrebs.

Viele dieser Tiere verbringen ihr gesamtes Leben in der Wohnung und sind, trotz meist empfindlicher Atemwege, gezwungen, die Schadstoffe der Zigaretten dauerhaft einzuatmen.

Vögel sind sehr empfindlich was Veränderungen der Luftzusammensetzung angeht. Sie können Lungenentzündungen und -krebs, Allergien, Augen-, Lungen-, Herz- und Fruchtbarkeitsprobleme bekommen. Nikotin ist gut wasserlöslich und kann bei Fischen zu Muskelkrämpfen, Farbverlust und sogar zum Tod führen (Quelle).

Eine weitere Gefahr: der sogenannte „Dritte Rauch“

Ein weiteres Problem ist der sogenannte „Dritte Rauch“: Die Rückstände toxischer Verbindungen lagern sich eben auch auf Haut und Kleidung, sowie auf Möbeln, Teppichen und anderen Sachen ab, in denen der Raucher lebt. Wie Kinder, so verbringen Hunde und Katzen viel Zeit auf dem Boden, wo sich Tabakrauchrückstände im Hausstaub, in Teppichen und Möbeln konzentrieren. Damit gelangen diese Rückstände in das Fell (Quelle).

Ein Hund und eine Katze stehen auf dem Boden in einer Wohnung und schauen in die Kamera
Kein Rauch bedeutet glücklichere Tiere.

Alternative E-Zigarette?

Auch die vermeintlich ungefährlichen E-Zigaretten sind keine Alternative. Diese sind ein Risiko für Tiere, nicht, weil sie diese selbst passiv rauchen, sondern weil sie diese zerkauen könnten.

Das in den „Liquid-Kapseln“ von E-Zigaretten enthaltende flüssige Nikotin kann tödlich sein.

US-Amerikanische Tierärzte haben darauf aufmerksam gemacht, dass die Zahl der Vergiftungen von „Haustieren“ durch E-Zigaretten innerhalb von nur zwei Jahren um 400 Prozent angestiegen ist. Typische Symptome einer Nikotinvergiftung sind Erbrechen, Durchfall, eine schnelle Herzfrequenz bis hin zu Krampfanfällen und einem völligen Zusammenbruch.

Am besten: nicht mehr (in der Wohnung) rauchen!

Tierhalter, die der Zigarette abschwören, tun somit nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch ihren tierischen Mitbewohnern einen großen Gefallen.

Wer noch nicht dazu bereit ist, die Zigaretten ganz aufzugeben, sollte in jedem Fall auf das Rauchen in der Wohnung verzichten. E-Zigaretten müssen unbedingt tiersicher aufbewahrt werden.

Wir von PETA appellieren an alle Tierfreunde, das Rauchen in der Wohnung aufzugeben.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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