Haustiere

Österreich verbietet Verkauf von Wildtieren auf „Exotenbörsen“

Wichtiger Erfolg: In Österreich dürfen ab dem 1. April 2016 keine Wildtiere mehr auf Börsen und Messen gehandelt werden. Mit der Maßnahme soll vor allem der unkontrollierte Handel mit Reptilien und Amphibien auf sogenannten Exotenbörsen eingedämmt werden. PETAs Fachreferenten hatten sich im Vorfeld offiziell an der Kommentierung des Verordnungsentwurfs beteiligt. Wie schon beim Pelzfarmverbot und der landesweiten Katzenkastrationspflicht prescht Österreich beim Tierschutz erneut vor.

Börsenverbot auch im Koalitionsvertrag… aber die CDU/CSU mal wieder..
In Deutschland dürfen empfindliche Wildtiere weiterhin wie billiger Trödel auf Börsen verramscht werden – „dank“ der CDU/CSU im Bundestag wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Denn obwohl bereits vor zweieinhalb Jahren ein Verbot gewerblicher Tierbörsen im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU festgelegt wurde, verzögern und verschleppen die „Christlichen“ die Umsetzung nach Kräften. Gerade wurde beschlossen, erstmal eine 18-monatige Studie in Auftrag zu geben, um das Thema vom Tisch zu wischen – dann sind eh Wahlen und es passiert nichts mehr.

Bitte hilf mit und fordere die CDU/CSU-Fraktion auf, den Koalitionsvertrag endlich umsetzen und den Verkauf von exotischen Tieren auf Börsen endlich zu verbieten: fraktion@cducsu.de

 

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5 Gründe warum ein Börsenverbot so wichtig ist

  1. Für die Reptilien bedeutet die Zurschaustellung großen Stress, da sie meist viele Stunden in kleinen kargen Plastikboxen präsentiert und transportiert werden.
  2. Veranstalter und Händler nehmen darüber hinaus hohe Sterberaten der Tiere beim Fang, Transport und im Handel billigend in Kauf – dabei gelten in der Zoohandelsbranche 70 Prozent als üblich.
  3. Bei einem erheblichen Teil der auf Terraristikbörsen angebotenen Wildtiere handelt es sich um Naturentnahmen. Im Auftrag profitorientierter Händler und gedankenloser Endabnehmer werden die letzten artenreichen Naturgebiete regelrecht geplündert.
  4. Die „Exoten“ werden teilweise zu Schleuderpreisen an jeden Interessenten verkauft werden – unabhängig davon, ob der künftige Halter über das nötige Fachwissen zur Haltung der Tiere verfügt. Eine tierärztliche Fallstudie, bei der rund 150 verstorbene Reptilien untersucht wurden, kam zu dem Ergebnis, dass 51 Prozent der Tiere an durch Haltungsfehler verursachten Krankheiten litten.
  5. Studien zufolge übertragen die meisten Reptilien gefährliche exotische Salmonellenarten: Schätzungsweise 90 Prozent der Tiere tragen die gesundheitsgefährdenden Erreger in sich. Laut Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts ist jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern auf exotische Tiere zurückzuführen.

 

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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