Haustiere

Warum du NIEMALS Rattengift einsetzen solltest!

Diese unfassbar traurige Geschichte rührt zu Tränen und macht klar, warum Rattengift in jeder Hinsicht schrecklich ist:

„Es war ein furchtbarer Tag in der Praxis unseres Tierarztes: Wir mussten dem Leben unserer 13-jährigen Hündin Sophie ein Ende setzen. Vier Tage lang hatten sich ihre Magen-Darm-Probleme konstant verschlimmert und sie erlag schließlich vermutlich den Folgen einer Vergiftung durch Rattengift. Wir wissen nicht, ob sie das Gift direkt oder ein totes Tier gegessen hat, das zuvor das Gift aufgenommen hatte. Wir wissen nur, dass sie es keinesfalls in unserem Haus oder Garten gefunden haben kann, da wir niemals giftige Substanzen einsetzen. Unserer Familie war es ein Rätsel, wo sie in Kontakt mit dieser gefährlichen und tödlichen Substanz gekommen sein könnte – bis wir anfingen, ihre letzten Tage genau zu rekonstruieren.

Wir waren mit unserer lieben Sophie zu einer naheliegenden Wasserscheide gefahren, um spazieren zu gehen. Sie war schon eine ältere Dame und genoss ruhige Spaziergänge, auf denen sie viel schnuppern konnte. Und so sehr wir uns auch bemühten, wir konnten sie manchmal nicht davon abhalten, Dinge zu essen, die sie nicht essen sollte. Das passierte gelegentlich, wenn wir gerade nicht aufpassten. Wir nehmen an, genau das ist an diesem Tag passiert. Schon am Abend war sie steif in den Gelenken und hatte weniger Energie als normalerweise. Wir schrieben es allerdings ihrem Alter zu und dem langen Spaziergang.

Am nächsten Tag war sie noch steifer in den Gliedern und schien Schmerzen zu haben. Also gaben wir ihr einen Entzündungshemmer, den sie ab und an gegen ihre schmerzenden Gelenke bekam. Auch als sich daraufhin ihr Zustand nicht verbesserte, machten wir uns keine zu großen Sorgen und dachten, wir sollten es einfach ein paar Tage ruhig angehen lassen. Am Sonntagmorgen nahm sie allerdings keine Nahrung mehr an und wollte nicht nach draußen. Wir überlegten, ob wir zum Notfalltierarzt fahren sollten; doch da wir wussten, dass auch Hunde gelegentlich Verdauungsprobleme haben, entschieden wir uns, abzuwarten und hofften, es würde sich bessern. Montagmorgen war sie jedoch völlig teilnahmslos und übergab sich.

Nur eine schnelle adäquate Behandlung beim Tierarzt kann das Lebend des Hundes retten!

Wir fuhren sofort zum Tierarzt und wurden gefragt, ob die Möglichkeit bestehe, dass Sophie Rattengift gefressen hatte. Sie wunderten sich, als wir sagten: „Nein, das können wir uns nicht vorstellen.“ So gingen die Mitarbeiter*innen auch anderen möglichen Gründen nach. Sophie wurde geröntgt, es wurde ein Blutbild erstellt und eine Ultraschalluntersuchung gemacht, während sich ihr Zustand trotz eines intravenösen Zugangs sowie Medikamenten gegen Übelkeit und Schmerzen ständig verschlechterte. Als sie dann auch noch neurologische Symptome zeigte, war klar, dass sie nicht überleben würde. Wir fällten die herzzerreißende Entscheidung, ihrem Leid ein Ende zu setzen. Wir sagten unserer besten Freundin Auf Wiedersehen – ihr Leben war ihr von jemandem genommen worden, der ohne darüber nachzudenken Gift verteilt hatte. Unsere ganze Familie kann es noch immer gar nicht fassen.

Sophie war ein so wichtiger Teil unserer Familie und wir vermissen sie schrecklich. Ihr zu früher Tod ist für uns besonders schwer zu verarbeiten, weil wir ihre Gegenwart nur ungefähr acht Monate lang genießen durften. Wir adoptierten sie aus einem Projekt für alte Hunde, zu dem sie gekommen war, nachdem ihre lebenslangen Begleiter sie in einem Tierheim nahe Los Angeles abgegeben hatten. Als wir sie bekamen, war sie deprimiert und vernachlässigt. Sie wedelte nicht mit dem Schwanz, nahm keine Leckerlis aus der Hand und schnüffelte noch nicht einmal beim Spazierengehen am Boden. Sie wich zurück, wenn wir sie streicheln wollten und rollte sich in völliger Unterwerfung auf den Rücken, wenn wir auf sie zukamen. Sie war ganz offensichtlich viel eingesperrt gewesen, wurde bestraft für die kleinsten Fehltritte und viel alleine gelassen.

Es war uns eine Ehre, ihr dabei zu helfen, ihren Frieden zu finden und sich wieder sicher zu fühlen. Sie blühte bei uns regelrecht auf. Schon bald konnte sie sich an den einfachsten Dingen erfreuen. Sophie kam zu uns, nachdem unser vorheriger Hund an Altersschwäche gestorben war. Sie half uns sehr dabei, zu heilen und heilte sich dabei selbst. Wir wünschen uns so sehr, wir hätten mehr Zeit gehabt, ihr zu zeigen, wie ihr Leben eigentlich hätte aussehen sollen. Sie hat so viel mehr verdient, als sie bekam.“

Viele Menschen wissen nicht, dass Rodentizide (Nagergifte) jedem gefährlich werden können oder schaden, der damit direkt oder indirekt in Kontakt kommt.

Sie enthalten meist langsam wirkende Gerinnungshemmer, die dazu führen, dass die Opfer schwere innere Blutungen bekommen und einen qualvollen Tod sterben. Auch viele Tiere, die gar nicht das Ziel der Gifte sind, fallen ihnen zum Opfer, z.B. Wildtiere oder tierische Begleiter wie unsere geliebte Sophie.

Und natürlich können Rattengifte auch für Kinder lebensgefährlich werden!

Auch für Katzen und Kinder kann Rattengift tödlich sein. Bitte niemals wertvolle Zeit verlieren – jede Sekunde zählt!

Was tun bei Verdacht?

  • Es ist immer ein Notfall! Bitte gehe unbedingt sofort zu einem Tierarzt!
  • Nur ein schnelle Behandlung kann das Leben deines Schützlings retten.
  • Hier findest du alle wichtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen, die du jederzeit sicher anwenden können solltest: ERSTE-HILFE bei Tieren

Was du sonst tun kannst

  • Bitte verwende niemals Rodentizide und bitte auch dein Umfeld, dies nicht zu tun.
  • Solltest du einen Nachbarn sehen, die Rattengifte einsetzen, kläre sie auf – du kannst gerne Sophies traurige Geschichte erzählen.
  • Kläre deine Mitmenschen über Tierhasser auf, die immer wieder Giftköder auslegen. Informiere dich HIER.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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