Haustiere

Grenzenloser Schönheitswahn: Model lässt ihre Katze tätowieren

© Instagram / elenaiwt

In einer schmerzhaften Prozedur unter Vollnarkose ließ ein ukrainische Model ihrer Katze eine Tätowierung stechen.

Dem Kater wurde ein individuelles Abbild des griechischen Totengott auf die Brust tätowiert. Durch die Vollnarkose war Kater „Yasha“ völlig wehrlos und „den halben Tag schläfrig“, so das Model. Die Tätowierung erfüllt lediglich den Zweck des Models Aufsehen zu erregen. Somit nur den Wunsch ein ganz außergewöhnliches Tier Zuhause zu haben. Ohne Rücksicht auf gesundheitliche Risiken. Nun ermittelt die ukrainische Polizei wegen Tierquälerei.

Hohes Krankheitsrisiko bei Katzen durch Tätowierungen

Tätowierungen aus ästhetischen Gründen sind zwar in Deutschland verboten, jedoch gibt es noch viele Länder, in denen diese qualvolle Praxis, alltäglich ist. Eine solche Prozedur benötigt lange Zeit um zu heilen und fügt den Tieren unnötige Schmerzen zu.

Ein Tier sollte nur unter medizinisch notwendigen Gründen in Narkose versetzt werden. Niemals aus reinem Schönheitswahn welcher den Tieren erhebliche Schmerzen zugefügt.  Das Tier hat hierbei keine Möglichkeit zu entscheiden was es will oder auch nicht will. Durch die Narkose ist die Katze der schmerzvollen Prozedur wehrlos ausgesetzt.

Durch die Tätowierung besteht zudem ein höheres Risiko, an Leber- und Nierenschäden zu erkranken.

Noch ein paar Worte zu Nacktkatzen

Nacktkatze
© Alexandra Draghici

Nacktkatzen sind in Deutschland aufgrund ihres fehlenden Haarkleids unter Qualzuchten verzeichnet.

Als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind.

Durch die fehlenden Tasthaare haben die Tiere eine verminderte Möglichkeit, sich in der Dunkelheit zu orientieren, sie haben Probleme bei der Aufnahme von sozialen Kontakten und ihre Beute abzutasten.

Durch das fehlende Fell haben sie weder im Sommer ausreichend Schutz vor der Sonneneinstrahlung noch im Winter die Möglichkeit, sich zu wärmen.

Was ihr tun könnt:

Helft uns den Rassewahn zu beenden!

Angesichts der schon heute existierenden Überpopulation von Hunden, Katzen und anderen Tieren und dem damit verbundenen Tierleid fordern wir einen Zuchtstopp – zumindest aber die massive Einschränkung der Zucht von Tieren, die einzig ihrer Rassemerkmale wegen „produziert“ und gehandelt werden. Im Rahmen unserer Forderung nach einem Heimtierschutzgesetz haben wir diesen Appell auch der Bundesregierung übertragen. Bitte sprecht euch für ein Heimtierschutzgesetz und gegen den Zuchtwahn aus.

Zudem könnt ihr auch die Öffentlichkeit darüber informieren, dass die auf bestimmte Merkmale und Reinrassigkeit fokussierte Zucht verwerflich ist – bei Menschen ebenso wie auch bei Tieren.

Verteilt unsere Informationsblätter vor Rasse-Ausstellungen und informiert die Besucher über das Leid der Tiere.

Über den Autor

Jana Hoger

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.

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