Haustiere

Unbewusst die Massenzucht von Hunden unterstützt?

So unterstützt du vielleicht unabsichtlich die Massenzucht von Welpen

Die meisten Menschen haben sicher bereits davon gehört, dass es Massenzuchten gibt, in denen Welpen oder auch Katzenbabys regelrecht „produziert“ werden. Klar ist auch, dass kein Tierbaby an so einem Ort aufwachsen sollte. Was viele aber nicht wissen: Sie selbst, Freunde oder Familie könnten solche „Zuchten“ vielleicht sogar unbewusst unterstützen. Dies ist häufig der Fall, wenn Tiere gekauft werden, anstatt ein Tierheim aufzusuchen.

Denn die Wahrheit hinter den süßen Welpen ist alles andere als süß.

Was ist das Problem?

In Massenzuchten ist das Ziel, so viele Welpen wie möglich für den Verkauf zu „produzieren“. Das Wohlergehen der Tiere spielt meist keine Rolle. Viele Hundebabys leiden von Beginn ihres Lebens an. Ihre Mütter vegetieren in völlig verdreckten und dunklen Zwingern oder Käfigen vor sich hin, viele sehen nie das Tageslicht und werden regelrecht als Gebärmaschinen missbraucht. Eine große Zahl an Welpen überlebt die „Zuchtbedingungen“ nicht oder verstirbt in den ersten Lebenstagen. Die Welpen werden häufig viel zu jung von ihren Müttern getrennt. Lebenslange Verhaltensstörungen können die Folge sein, begleitet von teils schwerwiegenden körperlichen Schäden.

Die überlebenden Hundebabys werden durch ganz Europa gekarrt und beispielsweise auf Tiermärkten (z.B. in Polen) oder sogar im Zoofachhandel verkauft. Für die Züchter zählt nur der Profit.

Stichwort: Zoofachhandel

Pariser Zoohandel
Pariser Zoohandel

Im Zooladen oder auf Märkten angekommen, ergeht es den Welpen nicht besser. Sie sitzen in kleinen Käfigen ohne menschlichen Kontakt oder Zuneigung, ohne die Möglichkeit, sich auszutoben und einfach „unbeschwert Welpe sein“ zu dürfen. Da die Tiere so nicht sozialisiert werden, entwickeln viele später problematische Verhaltensweisen wie z.B. ständiges Bellen oder Aggressionen.

Stichwort: Qualzucht

Leiden durch Qualzucht!
Leiden durch Qualzucht!

Häufig werden Hunde völlig überzüchtet, sie werden anfälliger für Gendefekte. Qualzuchten sind heute leider quasi „in Mode“ – die körperlichen Einschränkungen, Krankheiten und Leiden der Tiere werden aus Profitgründen in Kauf genommen.

Und NEIN: Es ist NICHT niedlich, wenn ein z.B. ein Mops schnarchende Geräusche macht! Er bekommt keine Luft und ringt ständig nach Atem! Wie würdest du dich fühlen?

Stichwort: Tierheimhund

"Rassehunde" werden leider stark nachgefragt.
„Rassehunde“ werden leider stark nachgefragt.

Die Zucht von „Rassewelpen“ bringt noch ein weiteres großes Problem mit sich: Die Züchter versorgen den Markt mit den neusten „Moderassen“, die beispielsweise häufig nach einem beliebten Film, in dem ein Hund vorkommt, nachgefragt werden. Viele Menschen, die dann loslaufen und sich unüberlegt einen bestimmten Hund kaufen, verlieren schon bald die Lust daran. Das trägt dazu bei, dass noch mehr Tiere ein neues Zuhause suchen, obwohl bereits jedes Jahr 300.000 Tiere im Tierheim „landen“.

Was kannst du tun?

Die effektivste Möglichkeit, den Handel einzuschränken und Tiere zu retten, ist  die Adoption von tierischen Freunden aus dem Tierheim und NIEMALS ein Tier im Zooladen oder bei einem Züchter zu kaufen. Tipps dazu findest du auch HIER.

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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