Haustiere

Neue Studie: Das Leiden der exotischen Tiere für den Zoohandel

In der renommierten Fachzeitschrift Journal of Applied Animal Welfare Science erschien kürzlich ein Gutachten über die Bedingungen, denen exotische Tiere im Zoohandel ausgesetzt sind. Verfasst wurde der Bericht von einem Team aus Tierärzten, Biologen und anderen Experten. Sie hatten sich mit den medizinischen Bedürfnissen von den über 26.000 exotischen Tieren befasst, die nach einer Ermittlung von PETA USA aus dem Besitz des Zoohändlers U.S. Global Exotics (USGE) gerettet wurden.

Schockierendes Ergebnis

72 Prozent aller exotischen Tiere im „Heimtierhandel“ sterben noch bevor sie überhaupt in einer Zoohandlung ankommen. Todesfälle stehen an der Tagesordnung, da die Tiere unter völlig widrigen Bedingungen gehalten und transportiert werden. Auch die Liste der diagnostizierten Krankheiten und psychischen Schädigungen der Tiere ist lang: Kannibalismus, Dehydration, Nahrungsmangel, Selbstverstümmelung, Unterkühlung, Infektionen, Parasiten und Verletzungen – um nur einige zu nennen.

Verdeckte Recherche beim Zoohändler U.S. Global Exotics

2009 recherchierte ein Ermittler von PETA USA sieben Monate lang verdeckt in einem Betrieb des Unternehmens U.S. Global Exotics (USGE). Das Unternehmen handelt in großem Stil mit sogenannten exotischen Haustieren, die in die ganze Welt verkauft werden – auch nach Deutschland. Die Bedingungen bei USGE waren so grauenvoll, dass jeden Tag 500 Tiere starben. Der PETA-Ermittler fand bei USGE Tiere vor, die in völlig überfüllten und dreckigen Käfigen leben mussten – teils ohne Nahrung, Wasser, ausreichend Luftzufuhr und Platz oder auch nur tiermedizinische Versorgung und bei absolut unzureichenden Bedingungen, was Feuchtigkeit, Wärme u.a. anbelangt. Primaten und andere Säugetiere wurden in kahle Behälter und Käfige gesperrt oder auch in dunkle Metalltröge, die eher einem Kerker glichen. Dort mussten die Tiere teils Monate lang ausharren. Andere Tiere wurden Tage oder Wochen lang in Kissenbezügen, Transportboxen und sogar Zwei-Liter-Getränkeflaschen aufbewahrt.

Deceased_Green_Iguanas

Aufgrund der gesammelten Beweise, die die tierquälerischen Zustände und Machenschaften des Unternehmens entlarvten, kam es zur größten Beschlagnahme, die es jemals gegeben hat. Zwar ist USGE nach der PETA-Recherche nicht mehr im Geschäft, aber immer noch leiden unzählige exotische Tiere bei anderen Züchtern und Händlern im „Heimtierhandel“.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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