Haustiere

Katze in Not: Alles für die Katz?

Unsere Kollegin Jenny hat diese Woche einer Katze in Not geholfen – hier lest Ihr ihre Geschichte.

Am Feiertag bekam ich einen Anruf der Katzenhilfe. Es wurde eine abgemagerte, struppige Katze gesichtet und da ich ganz in der Nähe wohne, hat die Katzenhilfe sich an mich gewendet. Ich machte mich auf die Suche und durchkämmte das Wohngebiet, in der die Katze gesehen wurde. Nach längerer erfolgloser Suche machte ich mich auf den Heimweg. Als ich in eine Seitenstraße abbog, kam mir die Katze miauend entgegen. Sie war nicht sehr scheu, aber auf den Arm nehmen lassen wollte sie sich nicht. So lief ich ihr hinterher, um sie nicht aus den Augen zu verlieren und rief gleichzeitig meine Kollegin an. Die setzte sich sofort mit Katzenbox und Futter ins Auto, um mir beim Einfangen zu helfen. Die Katze war in der Zwischenzeit in einen Garten gelaufen und hatte sich in das nasse Gras gelegt. Als meine Kollegin eintraf, näherten wir uns vorsichtig mit Futter und Box. Die Katze kam sofort zu uns und ließ sich in die Box locken. Wir brachten sie zur Katzenhilfe, die sich um sie kümmern und sie zu einem Tierarzt bringen würde.

Am nächsten Morgen erkundigte ich mich telefonisch nach ihr. Es stellte sich heraus, dass noch am selben Abend der Tierarzt kommen musste. Die Katze war sehr abgemagert, nur noch Haut und Knochen. Sie war ziemlich alt und verlor büschelweise Fell. Der Tierarzt stellte einen sehr großen Tumor im Bauchraum fest. Der Katze konnte leider nicht mehr geholfen werden und sie musste eingeschläfert werden. Hätten wir sie nicht eingefangen, wäre sie vermutlich in den nächsten Tagen qualvoll gestorben.

So traurig ich auch über den Ausgang der Geschichte bin, bin ich auch froh, dass wir dieses arme Wesen einfangen und erlösen konnten. Und sie nicht weiter krank im Regen umherirren muss und einen schlimmen, einsamen Tod sterben würde.

Ich würde mir wünschen, dass mehr Leute mit offenen Augen durchs Leben gehen. Diese Katze lief sicher nicht erst seit ein paar Tagen dort herum. Und sie lief nicht durch abgelegene Schrebergärten oder Felder. Sie irrte mitten im Wohngebiet umher. Wo sie sicher schon von vielen Leuten gesehen wurde. Und man musste kein Experte sein, um zu sehen, dass es diesem Tier nicht gut ging. Sicher werden einige jetzt sagen: „Ja, man weiß ja nicht, ob sie jemandem gehört“ oder „Vielleicht war sie in tierärztlicher Behandlung“ oder ähnliches. Eine so alte und kranke Katze sollte man besser nicht mehr herauslassen, noch dazu in der Nähe einer größeren Straße. In diesem Fall war die Katze weder gechippt noch tätowiert. Und wenn es so gewesen wäre, hätte man den Besitzer ausfindig machen und mit ihm darüber reden können. Besser man hilft einem Tier, das in Not geraten scheint – auch wenn man riskiert, dass es vielleicht nicht so ist, als dass man blind und ignorant durchs Leben geht. Bei vielen Menschen endet die Tierliebe scheinbar leider beim eigenen Tier…

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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