Haustiere

Iditarod: Das Elend der Hunde

Das diesjährige Iditarod-Schlittenhunderennen hat begonnen: Eine Großveranstaltung, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Rennen zu tun hat, als eine Notlieferung von Medikamenten gegen Diphtherie in die Stadt Nome, Alaska, gebracht wurde. Heute steht Iditarod für enormes Tierleid, Tierquälerei und menschliche Profitgier: Hunderte Hunde wurden bei den diesen Rennen bereits verletzt und getötet. Im Vorfeld haben sich in diesem Jahr bei ähnlichen Veranstaltungen schon eine Reihe von Todesfällen ereignet. Aus diesen Gründen macht sich PETA USA gegen diesen „Sport“ stark.

Die Hunde von Iditarod müssen unter extremen Wetterbindungen – wie beißenden Winden, Schneestürmen und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkteine – eine Strecke von über 1000 Meilen zurücklegen. Viele Hunde erleiden dabei Stressfrakturen, erkranken an Darmviren und laufen sich die Pfoten auf dem Eis blutig. Es kommt zu Todesfällen durch Unterkühlung, Lungenentzündungen, Magengeschwüre, Verletzungen, Schläge oder der sogenannten „Schlittenhunde-Myopathie“ – ein buchstäbliches Zu-Tode-Laufen.

Iditarod

Weniger bekannt ist das elende Leben, dass den Hunden neben dem Rennen bleibt:
Wenn sie nicht gerade schwere Schlitten ziehen müssen, sind die Tiere oft durch kurze Ketten an Kunsstoffhütten oder baufällige Schuppen angebunden. Die Hunde müssen auf kleinen Flächen ausharren – verschmutzt durch ihren eigenen Urin und Kot. Als „Kettenhunde“ sind sie der Witterung ebenso wie  Angriffen durch andere Tiere schutzlos ausgesetzt. So wurde erst vor kurzem eine Gruppe von angeketteten Hunden, die zum Schlittenziehen in Alaska ausgenutzt wurden, von  einem Moschusochsen angegriffen.

Viele Hundeschlitten-Betreiber geben schamlos zu, dass sie in ihren Hunden kaum mehr als eine austauschbare „Ausrüstung“ sehen. Oft verweigern sie ihren Tieren ausreichend Nahrung, tierärztliche Versorgung oder sogar humane Euthanasie.
Dies sind nur einige Beispiele der letzten Jahre:

  • Im April 2010 wurden 100 Hunde getötet, als ein Schlitten-Betreiber keine Verwendung mehr für die Tiere hatte: Ihnen wurde die Kehle durchgeschnitten oder sie wurden erschossen.
  • 2009 wurden 100 ausgemergelte, angekettete und dem Tode nahe Hunde in Québec, Kanada gefunden – ebenso wir drei tote Hunde, die zum Schlittenfahren eingesetzt wurden: Sie waren in Kanadas Nordwesten an Pfählen angekettet erfroren.
  • Im April 2008 bekannte sich ein Montana Hundeschlitten-Betreiber schuldig Tierquälerei weil er 33 Kettenhunde sich selbst überlassen hatte, woraufhin sie verhungerten.
  • Im Mai 2006 konfiszierten die Behörden in Britisch-Kolumbien 51 abgemagerte, dehydrierte und kranke Hunde aus einem Zwinger.
  • 2005 gab es einen beachtlichen öffentlichen Aufschrei, als die Manager des größten Hundeschlitten-Betriebs (Krabloonik Kennels in Colorado) einräumten, dass Hunde, die „keinen Erfolg“ haben, durch einen Kopfschuss getötet und in einer Abfallgrube versenkt werden. Der Krabloonik Manager tat die grausamen Morde ab: Diese Praxis sei nichts Neues – sie werde seit hundert Jahren angewendet und sei Teil des Lebenskeislaufes von Schlittenhunden.

Die Ausbeutung von Hunden sowie ihre Überforderung ist Tierquälerei und hat mit Tierliebe nichts zu tun! Tierfreunde sollten sich immer an den Bedürfnissen der Tiere orientieren – und für ein glückliches Leben brauchen Hunde eine liebvolle Familie, eine gute Versorgung, eine angemessene Beschäftigung und Anerkennung. Dazu braucht es keine kommerziellen Wettrennen mit Todesfällen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen