Paar vor Gericht: Hunde mit Elektroschockern abgerichtet
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Paar vor Gericht: Hunde mit Elektroschockern abgerichtet

Hund

In Duisburg geht ein Tierquäler-Paar vor Gericht in Revision, welches seine Hunde über einen längeren Zeitraum mit grausamen Methoden, wie Elektroschockern, für Hundewettkämpfe abgerichtet hat.

Hunde mussten unvorstellbare Schmerzen erleiden

Die Hunde wurden mit Elektroschock- und Anti-Bell-Halsbändern für sportliche Wettkämpfe trainiert und auf fürchterliche Weise in ihrem Hundeverein gequält. Die Geräte sollen so manipuliert gewesen sein, dass die Drähte und Kabel der Elektroschockhalsbänder, direkt an den schmerzhaftesten Stellen der Hunde, befestigt waren. 

Die Schmerzen die die Hunde hierbei erfahren haben, sind unvorstellbar. Laut einer Hauptzeugin schrie das Tier, „als würde ein Schwein abgeschlachtet werden“ zusätzlich zitterte der Hund am ganzen Körper. Ein weiterer Hund wurde mit einem „Anti-Bell-Halsband“ ausgestattet, bei dem der Vierbeiner immer dann einen Elektroschock bekommt, wenn er bellt. Das Halsband war laut der Zeugin nicht mehr abzustellen und gab minutenlang Elektroschocks ab, bis der schreiende Hund endlich befreit wurde.

Ob und wie weit das Strafmaß nun verändert wird, entscheidet das Gericht im Mai.

Sind „Teletakter“, „Ferntrainer“ und „Anti-Bell-Halsbänder“ grausame Realität in Deutschland?

Laut des deutschen Tierschutzgesetz ist ein Gerät, dass durch direkte Stromeinwirkung „…das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist, verboten…“

Trotzdem gibt es viele Menschen, die auf diese grausamen Methoden zurückgreifen, wenn ihr Hund auf Anhieb nicht so funktioniert, wie sie wollen. Dass der Hund jedoch niemals die erheblichen Schmerzen mit einem positiven Lernerfolg verknüpfen kann, sondern ihm nur furchtbares Leid angetan wird, scheint vielen Menschen nicht klar zu sein- oder es ist ihnen schlichtweg egal.

Auch bei vielen Sporthunden, die sich in der Ausbildung befinden, scheint diese Praxis seit Jahren, grausame Realität.

Hunde lernen jedoch nur mit positiver Bestärkung, Lob und Vertrauen- Strafe und Brutalität können niemals angemessene Erziehungsmethoden sein.

 

Was Du tun kannst:

  • Solltest du Zeuge von tierschutzwidrigen Erziehungsmethoden sein, melde dies umgehend beim zuständigen Veterinäramt oder werde aktiv.
  • Suche niemals einen Hundetrainer auf, der mit tierschutzwidrigen Methoden trainiert. Ein Mensch der Tiere liebt, wird ihnen niemals Schmerzen oder Leiden zufügen.
  • Fordere mit uns den Hundeführerschein im Rahmen eines Heimtierschutzgesetzes, bei dem jeder Halter eine Sachkundeprüfung ablegen muss. Hier werden Themen abgefragt, wie die richtige Erziehung von Hunden ablaufen sollte, welche Tierschutzbestimmungen in Deutschland herrschen und wie das Sozialverhalten eines Hundes aussieht. All das könnte unseren Vierbeinern zu einem stressfreieren Leben, mit mehr Wohlbefinden verhelfen. Und zu einem besseren Verhältnis zwischen Hund und Halter führen.

Über den Autor

Jana

Fachreferentin für den Bereich Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland.

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