Haustiere

Hessen: Ein mutmaßlicher Giftausleger wurde von der Polizei ermittelt

Die Polizei Wetterau-Friedberg konnte auch dank der Befragung vieler Zeugen den Mann ermitteln, der höchstwahrscheinlich für im hessischen Wetteraukreises aufgefundenen Giftköder verantwortlich ist. Die Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz laufen, die Beamten suchen weitere Zeugen oder auch betroffene Hunde bzw. deren Halter. Wir danken für diesen Einsatz!

Strafrechtliche Konsequenzen für überführte Giftausleger sind extrem wichtig – denn es handelt sich keinesfalls um Einzelfälle: Bundesweit werden immer wieder mit Gift oder anderen gefährlichen Gegenständen wie Rasierklingen oder Glassplittern präparierte Köder ausgelegt, um Hunden zu schaden. Dabei gehen Tierhasser in der Regel sehr akribisch vor: Die Vorbereitung der tödlichen Köder kann zu Hause erfolgen, das Auslegen geschieht in der Regel unauffällig.

Dennoch werden diese Menschen immer wieder überführtdank aufmerksamer Mitmenschen. Diese Erfolge sind wichtig: für die konkret gefährdeten Tiere ebenso wie als Signal an andere Hundehasser. Denn die empfindlichen Strafen, die verurteilte Tierquäler erwarten, können weitere potentielle Täter möglichweise von tierverachtenden Handlungen abhalten. Es kann nämlich davon ausgegangen werden, dass hier andere Täterprofile als bei sadistischen oder affektgesteuerter Tierquälern vorliegen: unter der Annahme, dass Köderausleger sehr bewusst und kalkuliert vorgehen ohne eine psychopatische Persönlichkeit aufzuweisen, kann die Verurteilung anderer Hundehassern durchaus abschreckend wirken.

Tierquälerei ist bekanntlich eine Straftat, die mit einer Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden kann.

Nicht verhindern konnte die Polizei leider, dass mindestens ein Hund Opfer des Köderauslegers wurde. Glücklicherweise hat dieser Vierbeiner den Anschlag überlebt, ist aber Medienberichten zufolge für immer auf tierärztliche Hilfe angewiesen.

Giftköder – was tun?

Immer wieder kommt es zu Vergiftungen von Hunden, die nicht auf Köder, sondern andere Ursachen – wie gedüngte Felder – zurückzuführen sind. Leider werden Hunde aber auch immer wieder Opfer von Tierhassern. Hundehalter müssen daher wissen, wie sie im Fall der Fälle reagieren sollten:

  • Wenn Hundehalter bei ihrem tierischen Freund ein oder mehrere Symptome einer Vergiftung feststellen, müssen sie ihren Hund sofort zu einem Tierarzt bringen oder die mobile Tierrettung verständigen. Damit keine wertvolle Zeit vergeht, sollten keine eigenmächtigen Behandlungsversuche unternommen werden.
  • Zu den Symptomen einer Vergiftung zählen z.B. Erbrechen, Durchfall, Zittern, Krämpfe, Blutungen oder Atemnot.
  • Es kann wichtig sein, Reste des Köders oder auch Erbrochenes zum Tierarzt mit zu nehmen, denn so kann die Bestimmung des Giftes und somit eine schnellere und adäquatere Behandlung ermöglicht werden.
  • Für andere Hunde ist es selbstverständlich wichtig, etwaige weitere Köder einzusammeln – wenn die Aufnahme des Köders direkt bemerkt wird. Selbstverständlich können auch Freunde, Bekannte oder andere Spaziergänger darum gebeten werden, damit ein bereits betroffener Hund schnellstmöglich in tierärztliche Behandlung kommt.
  • Besonders wenn Köderwarnungen bereits bekannt sind, sollten verdächtig wirkende Köder grundsätzlich eingesammelt werden.
  • Wichtig: Vorfall melden! Wurde ein Hund Opfer eines Köders wurde oder wurden präparierte Köder eingesammelt, bevor ein Hund Schaden genommen hat, muss die Polizei verständigt werden! Nur wenn Anschläge auf Hunde, denen auch andere Tiere zum Opfer fallen können, bei den Behörden gemeldet werden, kann die Polizei ermitteln und andere warnen.
  • Im besten Fall sollten Halter ihre tierischen Freunde darauf trainieren, auf Spaziergängen nichts aufzunehmen – zum Schutz der Vierbeiner.

Um Hunde effektiver zu schützen fordern wir ein zentrales Melderegister – denn durch eine Meldepflicht können Anschläge gegen Hunde gesammelt registriert und die Bevölkerung besser über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden. Zugleich wird durch die Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Tiere Opfer von Missbrauch werden.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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