Haustiere

Falsches Signal: Gericht bestätigt horrende Hundesteuer für sogenannte Kampfhunde

In Schleswig, Schleswig-Holstein werden als Hundesteuer für „Kampfhunde und/oder gefährliche Hunde“ 1.200€ erhoben. Ein Hundehalter klagte dagegen, allerdings wurde die Klage zurückgewiesen. Seine Hündin war als „Gefahrhund“ eingestuft worden. Das Pikante: Es handelt sich um eine 14-jährige Deutsch-Drahthaar-Hündin, die nach dem Gefahrhundegesetz als „gefährlich“ eingestuft wurde. Die Medien haben einfach ein Urteil über „Kampfhunde“ daraus gemacht.

Wir halten die Entscheidung des Verwaltungsgerichtes für ein Fehlsignal. Noch immer werden sogenannte „Listenhunde“ öffentlich stigmatisiert und für besonders gefährlich erklärt. Ein Blick auf die Beißstatistiken allerdings zeigt, dass nicht allein sogenannte Listenhunde diese anführen.

Viele sog. Kampfhunde und deren Mischlinge brauchen unsere Hilfe!
Viele sog. Kampfhunde und deren Mischlinge brauchen unsere Hilfe!
Die Wahheit über „Kampfhunde“

Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden – unabhängig davon, ob es eine Rottweiler, ein Pitbull, ein Dackel oder ein Mischling ist! Jeder Hund, der von klein auf liebevoll und tiergerecht umsorgt wird, stellt keine größere Gefahr für Mensch oder Tier dar.

Auch in Ländern wie den USA werden sogenannte Kampfhunde, im speziellen Pitbulls, stigmatisiert und leider besonders häufig Opfer systematischer Misshandlung und Vernachlässigung. Unsere Kollegen von PETA USA setzten sich daher verstärkt für sie ein.

PETA Deutschland fordert deshalb einen bundesweiten „Hundeführerschein“. Dieser sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, bei dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben.

Pitbulls in den USA: Viele werden vernachlässigt und müssen ein Dasein als Kettenhunde frissten.
In den USA leiden unzählige Pitbulls. Sie werden vernachlässigt und müssen häufig ein Dasein als Kettenhunde frissten.

Anschließend an den theoretischen Kurs folgt für Halter und Hund ein gemeinsames obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule.

Die Einführung eines Hundeführerscheins hat einen weiteren Vorteil!

Sie kann Menschen, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema Hundehaltung auseinandergesetzt haben, von einem eventuellen Impulskauf abhalten. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen, darunter sehr viele Tiere, die unüberlegt „angeschafft“ wurden.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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