Haustiere

Schlittenrennen mit Hunden in Iditarod: Dorados qualvoller Tod

dweekly | cc by 2.0
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Iditarod 2013: Am 15. März starb Dorados – irgendwann in den frühen Morgenstunden, zwischen 3 Uhr und Sonnenaufgang. Medienberichten zufolge waren mehrere Hunde am Checkpoint Unalakleet unter Schnee  verschüttet, doch für Dorados kam jede Hilfe zu spät: laut Autopsie erstickte der fünf Jahre alte Rüde. Er starb qualvoll – ohne sein vertrautes Rudel, ohne seine Halterin.

Wegen eines Muskelkaters sollte der Hund vom Checkpoint aus zum Startpunkt von Iditarod zurück geflogen zu werden. Paige Drobny hatte ihren Schützling zurückgelassen, um selbst mit den anderen Hunden weiterzuziehen. Sie beendete das Iditarod-Rennen am 14. März.

„The Show must go on“ gilt es beim Iditarod, wenn Hunde nicht weiter laufen können: denn bei dem kommerziellen Schlittenrennen geht es um Gewinnen – nicht um das Wohl der Tiere.

Diesen Umgang mit den Tieren ermöglicht auch das Regelwerk: die „Musher“ müssen mit 12 bis 16 Hunden starten – doch den Vorgaben zufolge darf das Rennen auch mit 6 Hunden beendet werden: Es ist also einkalkuliert, dass die Hälfte der Tiere oder auch mehr nicht durchhält!

Die Veranstalter betonen, dass der Tod von Dorados der erste „Verlust“ eines Hundes beim Iditarod seit 2009 ist. Dabei argumentieren sie mit der guten Betreuung der Tiere: nach ihren Angaben steht das Wohl der Hunde im Zentrum des Wettbewerbs.

Doch um das Wohl ihrer Tiere bedachte Hundehalter sollten ihre Schützlinge nicht zurücklassen – allein, an einem fremden Ort, mit fremden Betreuern – wenn diese erschöpft, krank, verletzt sind: denn das sind die Gründe, warum die Hunde nicht weiter mit laufen!

Für ein menschliches Hobby dürfen keine Tiere sterben – sie sollten auch keinem Stress oder übermäßiger Anstrengung ausgesetzt werden. Wenn sich Menschen Extremsituationen aussetzen möchten, sollen sie das gerne tun – ohne Tiere zu gefährden. Verantwortungsvolle Hundehalter, die ihre Hunde lieben, fordern und fördern die tierischen Begleiter immer im Rahmen ihrer Fähigkeiten! Tiere dürfen nicht für Wettbewerbe ausgebeutet werden.

Übrigens: Abgesehen von betroffenen Kommentaren lehnten es die Verantwortlichen laut Medienberichten ab, Details über den Dorados Tod heraus zu geben. Und die offizielle Statistik über getötete Hunde, nach der bisher nun 143 Hunde  während des Rennens umgekommen sind, berücksichtigt keine Hunde, die nach dem Rennen an den Folgen der Anstrengung sterben oder getötet werden.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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