Haustiere

Die zehn Hunde-Gebote

© PETA Deutschland e.V.
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Schätzungsweise 7.4 Millionen Hunde leben in Deutschland. Anders als andere tierische Mitbewohner treffen wir diese Gefährten auch in öffentlichen Bereichen: Hunde sind aus unserem Stadtbild nicht wegzudenken. Leider kommt es immer wieder zu Missverständnissen zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern oder sogar zu Beißvorfällen mit einem oder zwei Vierbeinern. Manch Halter weiß einfach zu wenig über die Bedürfnisse und das Kommunikationsverhalten seines Begleiters – oder gar die rechtlichen Grundlagen der Hundehaltung. Ein verpflichtender Hundeführerschein würde Abhilfe schaffen, doch noch existiert diese tierfreundliche Regelung leider nicht bundesweit. Die Signale aber sind positiv: Niedersachsen und in einer abgewandelter Form auch Berlin haben sich für den Hundeführerschein entschieden.

Wir haben zehn Hunde-Gebote zusammengestellt, die Halter immer berücksichtigen sollten. Für die vielen verantwortungsbewussten Hundefreunde ist diese Liste, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, selbstverständlich eine Wiederholung – die in Kommentaren gerne ergänzt werden kann!

1. Ein Hund kann bis zu 15 Jahre alt werden. Da jede Trennung von seiner Bezugsperson schmerzvoll ist, muss jeder, der einen Vierbeiner adoptieren möchte, vor Aufnahme überlegen, ob er seinem zukünftigen Begleiter langfristig ein gutes Zuhause bieten kann. Nicht vergessen werden dürfen bei der Planung die Kosten, die mit jeder verantwortungsvollen Tierhaltung verbunden sind.

2. Adoptieren statt Kaufen! Jedes Jahr werden etwa 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen abgeben oder sogar ausgesetzt: sie alle warten auf ein neues Zuhause. Jeder Kauf bei einem Züchter, im Internet, auf dem Tiermarkt oder in einer Zoohandlung  nimmt einem anderen Hund im Tierheim die zweite Chance auf ein glückliches Leben in einer liebevollen Familie. Besuch bitte ein Tierheim!

3. Gegenseitiges Vertrauen gibt es nicht geschenkt: Vertrauen muss wachsen – gerade, wenn ein adoptierter Hund möglicherweise bereits schlimme Dinge erlebt hat. Daher gilt immer: Dein Hund muss so viel Zeit bekommen, wie er braucht!

4. Wichtig: Hundehalter müssen immer geduldig bleiben! Begegne deinem Hund nicht mit Aggression – auch nicht passiv, z.B. durch Missachtung oder etwa Aussperren. Denk daran: Wie du deinen Hund behandelst, wird ihn möglicherweise sein Leben lang beeinflussen.

5. Selbstverständlich müssen Erziehung und Training ohne Bestrafung stattfinden: stattdessen sollten Hundehalter auf das Prinzip der positiven Bestärkung setzten. Auch in einer tierfreundlichen Hundeschule stehen Spaß und Freude im Vordergrund.

6. Schlage deinen tierischen Freund nicht! Dein Gefährte kann zwar nicht zurückschlagen – aber jeder Hund kann durch falsche Haltung und gewalttätige Erziehung aggressiv werden. Das ist weder im Interesse des Hundes noch des Menschen, doch der Hund leidet nicht nur am meisten unter den Umständen – er muss unter Umständen auch die traurigen Konsequenzen menschlicher Verantwortungslosigkeit tragen.

7. Beschäftigung und Spiel stehen täglich an. Du hast ein Leben neben deinem Hund – mit Freunden, Familie, Beruf oder Ausbildung – dein Hund verlässt sich ganz auf dich!

8. Jeder tierische Freund sollte täglich neu wahrgenommen werden. Steh deinem Hund auch mal schlechte Laune zu. Aber achte darauf, ob etwas hinter einer langanhaltenden Unzufriedenheit steckt – vielleicht geht deinem tierischen Begleiter gesundheitlich nicht gut?

9. Auch Hunde werden alt: Behandle deinen tierischen Freund mit grauer Schnauze so, wie du es dir im Alter auch wünscht – mit Liebe, Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Rücksicht.

10. Wir alle müssen irgendwann unseren letzten Gang machen – lass deinen Hund in dieser schwierigen Situation nicht allein. Auch wenn es dich mehr Kraft kostet, als du glaubst zu haben: dein Freund zählt auf dich – und braucht dich.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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