Haustiere

Das Tierheim von PETA USA

Die Desinformationskampagne gegen PETA USA ist nur deshalb wirksam, weil die Menschen allgemein eine vorgefasste Meinung darüber haben, was ein „Tierheim“ ist und was eine solche Einrichtung Tieren bieten sollte. Mit Vergleichen zwischen dem kleinen Tierheim von PETA USA in Norfolk und klassischen, öffentlichen „Tierheimen“ konstruieren die für die „PETA Kills Animals“-Hetzkampagnen Verantwortlichen irreführende Aussagen, die die Öffentlichkeit zu dem Irrtum verleiten, die Arbeit von PETA USA würde unserer vorgefassten Meinung über den erforderlichen Einsatz von Tierheimen nicht gerecht werden.

Die Gesellschaft hat in der Regel auch eine vorgefasste Meinung darüber, welche Tiere zu einem klassischen „Tierheim“ kommen und auf welche Weise diese Tiere dorthin gelangen. Mit der Behauptung, PETA USA hätte „keine Regelung zur Vermittlung von Tieren“, möchten das Center for Consumer Freedom (CFC) und Nathan Winograd die Öffentlichkeit zu dem Fehlschluss verleiten, die Einrichtung von PETA sei – ähnlich wie ein klassisches „Tierheim“ – eine Auffangstation für alle möglichen Tiere, die aus dem einen oder anderen Grund nicht erwünscht sind (und PETA USA würde sich überdies möglicherweise aktiv für die Aufnahme solcher Tiere einsetzen). Doch im Gegensatz zu klassischen „Tierheimen“ ergreife PETA USA laut den Fehlinformationen des CFC und Nathan Winograds nicht die erforderlichen Maßnahmen, für diese Tiere ein geeignetes Zuhause zu finden. Anders ausgedrückt: Die Öffentlichkeit wird vorsätzlich irregeführt, denn ihr wird suggeriert, PETA USA sei eine Einrichtung, die alle möglichen Tiere aufnehme, jedoch nicht in der Lage sei, für die aufgenommenen vermittel- und behandelbaren Tiere angemessen zu sorgen, und Euthanasie sei für PETA USA die einzige „Lösung“ – ohne Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Tieres.

Das kleine Tierheim in der Zentrale von PETA USA in Norfolk ist kein klassisches „öffentliches“ „Tierheim“ im üblichen Sinn. Der Hauptzweck des Tierheims von PETA USA in Norfolk liegt nicht etwa darin, sich aktiv für die Aufnahme von vermittelbaren Tieren einzusetzen und für sie anschließend ein geeignetes Zuhause zu finden, sondern richtet sich vielmehr darauf, die Bedürfnisse der einzelnen Tiere, die die Hilfe von PETA USA benötigen, zu erfüllen. Die meisten Tiere, die das Tierheim von PETA USA aufnimmt, befinden sich in einer akuten Notlage, sei es durch Krankheit, Verletzungen oder emotionales Trauma. Sie benötigen daher eine schmerzfreie Euthanasie. Das bedeutet jedoch in keinster Weise, dass die individuellen Bedürfnisse der relativ wenigen vermittelbaren Tiere, die PETA USA erhält, nicht berücksichtigt oder angemessen erfüllt werden. Auch wenn PETA USA kein klassisches „Tierheim“ ist, kommen in der Einrichtung dennoch Regelungen zur Vermittlung von Tieren zum Einsatz. Diesen zufolge werden vermittelbare Tiere, für die PETA USA nicht sofort ein neues Zuhause oder eine Pflegestelle findet, an das Tierheim Virginia Beach SPCA oder an andere Tierheime mit hohen Aufnahme- und Vermittlungsraten in der Umgebung abgegeben.

Die gesetzliche Bedeutung des Begriffs „Tierheim“ in den USA

Als „Tierheim“ wird eine Einrichtung bezeichnet, bei der es sich nicht um einen privaten Wohnraum und angrenzende Außenanlagen handelt, und in der Tiere untergebracht oder gehalten werden. Diese Einrichtung ist im Besitz einer nichtstaatlichen Organisation, von der sie betrieben und unterhalten wird, beispielsweise eine gemeinnützige Organisation, eine Tierschutzorganisation, ein Tierschutzverein oder eine andere Organisation, die dem Zweck dient, ein dauerhaftes Zuhause für Tiere zu finden.

Es gibt keine gesetzliche Anforderung, die besagt, dass gemeinnützige Organisationen, Tierschutzorganisationen, Tierschutzvereine oder andere Einrichtungen, die Tiere vermitteln, sich aktiv für die Aufnahme von Tieren einsetzen müssen, um für diese ein dauerhaftes Zuhause zu finden. Sollte eine Einrichtung, die Tiere vermittelt, jedoch ein dauerhaftes Zuhause für Tiere finden, unabhängig davon, ob dies der eigentliche Zweck der Einrichtung ist oder nicht, wird diese Einrichtung behördlich als „Tierheim“ eingestuft und entsprechenden Kontrollen unterzogen.

Die Gemeinschaft ist auf das Tierheim von PETA USA angewiesen

Zu einer Euthanasie von Tieren durch PETA USA kann es unter zwei Umständen kommen: Entweder haben Mitarbeiter des Community Animal Project (CAP) von PETA USA im Rahmen ihrer gemeinnützigen Tätigkeit ein Tier in der Gemeinde entdeckt, das erheblich leidet, oder ein Gemeindemitglied hat sich an die Zentrale von PETA USA in Norfolk gewandt und das Emergency Response Team (ERT) von PETA USA um Unterstützung bezüglich eines schwer verletzten, kranken oder emotional traumatisierten Tieres gebeten.

Das Tierheim von PETA USA steht nicht in den Gelben Seiten von Norfolk – weder unter den Kategorien „Gemeinnützige Organisation“, „Tierheim“, „Tierrettung“ oder „Sterbehilfe“. Der Grund dafür ist, dass PETA USA sich nicht aktiv für die Aufnahme von Tieren aus der Umgebung einsetzt. Vielmehr geht es darum, Tieren vor Ort zu helfen, wenn diese in Not sind – und das auf die für das jeweilige Tier bestmögliche Weise. Nur sehr wenige der Tiere, denen die PETA-Teams CAP und ERT helfen, werden zum Tierasyl von PETA USA gebracht. Die meisten dieser Tiere werden in ihren jeweiligen Gemeinden und auf die für das jeweilige Tier bestmögliche Weise behandelt. Das CAP-Programm von PETA USA umfasst jedoch nicht nur die unentgeltliche, schmerzfreie Euthanasie von Tieren, bei denen dies notwendig ist. Die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des CAP-Programms helfen leidenden Tieren in verarmten Gemeinden darüber hinaus auch auf andere Weise. Sie verteilen beispielsweise Futter, fahren Tiere zum Tierarzt und übernehmen die Kosten für ihre tierärztliche Versorgung. Außerdem bauen sie wetterfeste Hundehütten, versuchen Tierhalter davon zu überzeugen, ihre Tiere von der Kette zu nehmen, und betreiben in ihrem jeweiligen Tätigkeitsgebiet kostenlose oder kostengünstige Sterilisationskliniken.

Bild: PETA USA

„Im Tierasyl von PETA USA war Blackie in einem warmen Raum mit einem bequemen Sofa untergebracht, hatte frisches Wasser und Futter (das er verschlang!) und wurde regelmäßig ausgeführt. Außerdem wurde er, zweifellos zum ersten Mal in seinem Leben, gebadet. Unser Tierarzt stellte fest, dass Blackie zu 20 Prozent untergewichtig und stark von Hakenwürmern befallen war. Nach einer mehrtägigen Behandlung (und jeder Menge liebevollen Streicheleinheiten) bei PETA USA wurde Blackie, der den neuen Namen „Jabber“ erhielt, an die Portsmouth Humane Society abgegeben. Seit seiner Rettung hat er bereits mehr als 5 kg zugenommen und wartet nun darauf, in ein neues Zuhause vermittelt zu werden“, so PETA-Sprecher Jeff Mackey

Das Tierheim von PETA USA ist wichtig für die Tiere vor Ort

Bild: PETA USA

„Tatsache ist, dass PETA USA nichts unversucht lässt, um verloren gegangene Tiere wieder mit ihren Haltern zusammenzuführen. Dazu gehörte unter anderem auch die langfristige Versorgung von Tieren durch PETA USA in Virginia nach dem Hurrikan Katrina sowie ihren Rücktransport auf dem Luft- oder Landweg nach Hause). Bei uns leben die Katzen nicht in Käfigen, sondern in Gästezimmern mit schönem Ausblick, bequemen Möbeln, Spielzeug und Leckerlies. In unserer Einrichtung wurde noch nie eine Katze schwanger oder hat Nachwuchs bekommen. Den Tieren steht jederzeit Wasser zur Verfügung – eine Ausnahme sind lediglich jene Tiere, die operiert werden müssen. Aus unserer Einrichtung ist noch nie ein Tier verschwunden oder gestohlen worden. Welpen wie auch erwachsene Hunde werden bei uns nicht in Zwingern gehalten, sondern leben in bequemen Räumen mit Sofas, Decken und Spielzeug.“

„Außerdem werden die Hunde in unserem Tierheim rund um die Uhr betreut. Wir gehen mit ihnen im angrenzenden Park spazieren, spielen mit ihnen und schenken ihnen die Liebe und Aufmerksamkeit, die viele dieser Tiere ihr Leben lang entbehren mussten. Die meisten vermittelbaren Hunde, die nicht gleich an ein großes Tierheim mit offener Aufnahmeregelung abgegeben werden, werden von Pflegefamilien im eigenen Zuhause betreut. Da dies auf die Mehrzahl aller vermittelbaren Hunde zutrifft, spiegelt sich dies nicht in unseren Zahlen wider. Diese Tiere haben es bei ihren Pflegefamilien sehr gut, denn dort liegen sie gemütlich auf dem Sofa und erleiden nicht das gleiche Schicksal wie andere Tiere, die von Tierheimen mit geringen Vermittlungsraten an Tierhorter abgegeben werden, bei denen sie dann in Hunde- oder Katzenboxen gesperrt werden“, so die PETA-Geschäftsführerin Ingrid Newkirk.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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