Haustiere

Bitte protestieren: Massenmord an Hunden in Istanbul geplant

Derzeit wird in Istanbul ein riesiges Tierheim für 20.000 Hunde gebaut. Wir stehen mit lokalen Tierschützern in Kontakt, die den Betrieb des Tierheims verhindern wollen. Denn die Tiere sollen dort nicht nur in winzigen Zellen untergebracht werden, sondern es sollen auch zwei Krematorien entstehen. Tierfreunde aus der Türkei glauben, dass die geschätzten 150.000 Hunde, die auf den Straßen Istanbuls leben, mit diesem Tierheim-Projekt auf grausame Weise getötet werden sollen. Bitte protestiert daher bei den obersten türkischen und Istanbuler Politikern und bittet sie, stattdessen ein tierfreundliches „Neuter & Release“-Programm zu implementieren. Ihr könnt dabei den nachfolgenden Mustertext an folgende E-Mail Adressen versenden:

ozelkalem@basbakanlik.gov.tr  (Ministerpräsident der Türkei)
cumhurbaskanligi@tbmm.gov.tr
(Staatspräsident der Türkei)
botschaft.berlin@mfa.gov.tr (Türkischer
Botschafter in Berlin)

Setzt bitte weitere dafür zuständige türkische Stellen ins CC-Feld:

veyseleroglu@gmail.com; ahmetozyanik0653@tbmm.gov.tr; ahmetozyanik0653@gmail.com; ozcanyaman@ormansu.gov.tr; bimer@basbakanlik.gov.tr; bilgiedinme@icisleri.gov.tr; baskanamesaj@ibb.gov.tr

Musterbrief:

Dear Sir or Madam,

I was dismayed to learn that the city of Istanbul plans to build a new animal shelter with a capacity to house 20,000 dogs. Many animal activists from Turkey presume that this facility will be used to annihilate the huge stray dog population in Istanbul. I have learned that two crematoria will be part of the facility and that, apparently, in this facility some animals are supposed to live in tiny concrete boxes.

There is only one sustainable and animal-friendly way to reduce the population of homeless dogs on the streets of Istanbul: the „trap, neuter, release“ method. This method is even described and recommended by the World Health Organisation in its „Guidelines for Dog Population Management“. Within such a programme, dogs are humanely caught, neutered and released back into the area from which they came. This is the only method that has been proved to reduce an overpopulation of dogs sustainably and humanely. I appeal to you to reconsider the construction of this so-called animal shelter and to implement a trap, neuter, return programme in Istanbul instead.

Sincerely,

 

Heimatloser Hund in Istanbuls Straßen: Die Lösung kann nur ein Kastrationsprogramm sein
Heimatloser Hund in Istanbuls Straßen: Die Lösung kann nur ein Kastrationsprogramm sein.

Heimatlose Hunde müssen kastriert werden

Nur die konsequente Umsetzung eines „Neuter & Release“-Programms kann den Bestand an heimatlosen Hunden und Katzen nachhaltig senken. Dieses Konzept sieht nach der Kastration und tierärztlichen Versorgung der Tiere das anschließende Zurücksetzen und Versorgen im vertrauten Revier vor. Diese Methode wird auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihren „Guidelines for Dog Population Management“ empfohlen. Zusätzlich sind flankierende Maßnahmen, wie z. B. ein striktes Zucht- und Verkaufsverbot von Hunden und Katzen, unerlässlich.

Warum sind Tierheime keine Lösung?

Das Prinzip des „Tierheims“ nach westeuropäischem Vorbild kann in Ländern wie der Türkei nicht funktionieren, da die Vermittlungsrate von Tieren dort sehr gering ist. In den Tierheimen findet also zeitlebens so gut wie kein Austausch von Tieren statt – ganz abgesehen von den teils katastrophalen Zuständen, die in südosteuropäischen Tierheimen für die Tiere herrschen. Zudem müsste man abertausende Tierheime bauen, um den hunderttausenden heimatlosen Tieren Obhut zu gewähren.

 

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Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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