Haustiere

Angst und Aggressionen bei unseren tierischen Mitbewohnern

Egal ob Angst, Aggression oder andere Verhaltensweisen. Manchmal sind uns unsere tierischen Mitbewohner ein großes Rätsel. Es gibt Situationen, in denen sie sich aus unserer Sicht „irgendwie komisch“ verhalten. Doch als allererstes muss ich sagen, dass Hunde sich in Wirklichkeit nie seltsam verhalten. Sie verhalten sich so, wie es ihrer Art von Geburt an entspricht, oder so wie wir sie erzogen haben. Normalerweise sind Hunde nicht von Geburt an ängstlich, aggressiv oder unverträglich mit seinen Artgenossen. Sie sind einfach das, was wir aus ihnen machen. Wir haben die Verantwortung für unseren tierischen Mitbewohner und wir sind es ihm schuldig, dass er in dieser schnellen, komplizierten Welt gut klar kommt. Es ist vielleicht hart für uns Hundemenschen zu erkennen, dass wir Fehler machen. Oft regen wir uns über manch „schlechtes“ Verhalten unseres Hundes auf. Jedoch sind nur wir alleine Schuld daran.

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Ein kleines Beispiel: oft fällt mir auf, dass grundlegende und ganz einfache Signale des Hundes völlig falsch verstanden werden. Es wird gesagt, mein Hund ist ängstlich, deshalb bellt er jeden an. Wenn man genauer hinschaut, kann man aber sehen, dass der Hund bellt und gleichzeitig auf eine Person zu rennt mit erhobener Rute. Hätte er wirklich Angst, säße er wahrscheinlich mit eingezogener Rute, gesenktem Kopf, vielleicht sogar zitternd in einer Ecke möglichst weit weg von der vermeintlichen Bedrohung.

Das ist nur eine von vielen kleinen Fehleinschätzungen, die aber unter Umständen große Auswirkungen auf das zukünftige Verhalten des Hundes haben kann. Herrchen oder Frauchen ist dann nämlich in Versuchung den vermeintlich ängstlichen Hund zu beruhigen oder zu trösten. Dies ist ohnehin falsch, aber in diesem Fall kann das sogar fatale Auswirkungen haben. Der Hund sieht das „betüddeln“ noch als Bestätigung: „gut, dass du bellst und den Menschen anpöbelst“. Man kann den Hund nicht beruhigen wie einen Menschen. Man kann ihn entweder ignorieren, oder man gibt ihm bestimmt zu verstehen, dass dieses Verhalten nicht geduldet wird.

Es gibt natürlich sogenannte Angsthunde. Hunde, die von Geburt an eher ängstlich oder schüchtern sind, so wie es auch ängstliche Menschen gibt. Oder Hunde die aufgrund schlechter Erfahrung, z.B. Misshandlung ängstlich sind. Aber oft wird eben auch Angst in ein Verhalten reininterpretiert, welches gar keine Angst ist.

Kira

Auch ich muss mich nach jahrzehntelanger Hundeerfahrung immer wieder daran erinnern, dass ich unerwünschte Verhaltensweisen durch Aufmerksamkeit nicht unbewusst verstärke. Niemand ist da frei von Fehlern und wenn ein Hund klare Regeln kennt, verzeiht er einem auch mal eine aus Hundesicht unlogische Reaktion. Generell gilt aber natürlich, dass Hunde nicht wissen was eine Ausnahme ist. Konsequenz ist das A und O und Hunde fühlen sich wohl und ausgeglichen, wenn sie die Regeln im Zusammenleben kennen und eine klare Linie haben.

Einen weiteren Artikel zum Thema ängstlicher Hund findet ihr hier.

Über den Autor

Jenny

arbeitet seit 2009 bei PETA und bearbeitet alle Fälle von Tierquälerei die eingehen.

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