Haustiere

6 Gründe, NIEMALS eine Schlange zu kaufen

Grüner Baumpython, morelia (chondropython) viridis

Regelmäßig tauchen Medienberichte über entflohene Reptilien auf. Die Schicksale der Tiere sind oft grausam, denn nicht alle überleben ihre „Flucht“. Es gibt keinen einzigen guten Grund, sich eine Schlange zu kaufen – aber viele gute Gründe dafür, es nicht zu tun:

1. Es ist ein dreckiges Geschäft.

Für die Händler und Züchter zählt nur die Masse an Tieren. Die meisten der Reptilien wurden ihrem natürlichen Lebensraum entrissen und in eine gewinnbringende Industrie gesteckt, die fühlende und verletzliche Lebewesen mit kaum mehr Fürsorge behandelt als Autoteile. Die Tiere werden mitunter derart vernachlässigt, dass häufig noch nicht einmal ihr Tod auffällt. Ein nicht unerheblicher Teil der Tiere wird auf Börsen angeboten und teilweise zu „Schleuderpreisen verramscht“. Diese skrupellose Industrie solltest du nicht unterstützen!

Schlangen haben ganz besondere Bedürfnisse.
Schlangen haben ganz besondere Bedürfnisse.

2. Schlangen haben ganz besondere Bedürfnisse.

Reptilienhändler möchten so viel Profit wie nur möglich aus den Tieren schlagen, doch Schlangen benötigen ganz bestimmte Umgebungs- und Lichtverhältnisse und die richtige Nahrung. Die Tiere meiden jeden Kontakt zum Menschen – werden sie hochgehalten, angefasst, gestreichelt oder herumgereicht, bedeutet das für sie zum einen Stress und macht sie zudem anfälliger für Krankheiten und Verletzungen. Und da Schlangen weder jaulen noch schreien oder sich krümmen, fallen Verletzungen oft gar nicht auf und werden demnach auch nicht behandelt.

Wir wollen keine "Futtertiere" sein!
Wir wollen keine „Futtertiere“ sein!

3. Der tödliche Kreislauf.

Schlangen essen als Fleischfreeser Kaninchen, Mäuse und Ratten. Diese Tiere müssen im Zoogeschäft erworben werden, was die grausame Industrie zusätzlich finanziert.

4. Die Gefangenschaft ist grausam.

Schlangen sind geschaffen dafür, üppige Urwälder und Sümpfe zu durchkriechen und dabei all ihre Sinne einzusetzen. In Gefangenschaft liegen die Tiere in einem Terrarium, in dem sie sich häufig noch nicht einmal ganz ausstrecken können, von richtiger Bewegung oder Dingen wie Klettern ganz abgesehen.

5. Hohe Sterblichkeitsraten.

Eine von der britischen Royal Society of Biology veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mindestens 75 Prozent der als sogenannte Haustiere gehaltenen Schlangen, Echsen und Schildkröten innerhalb eines Jahres nach ihrem Erwerb in ihrem „neuen Zuhause“ sterben. Die meisten dieser neu erworbenen Tiere sterben Einschätzungen zufolge an den Folgen von Stress und Haltungsfehlern, ausgelöst durch die Gefangenschaft.
Solche „Modetiere“ werden schnell überflüssig. Die meisten Schlangen siechen in dunklen Kellern oder Garagen vor sich hin. Viele werden auch einfach wie Müll im Freien abgeladen, wo sie schließlich verhungern oder anderen Gefahren wie Raubtieren ausgesetzt sind. Die Überlebenden können dem heimischen Ökosystem empfindlich schaden.

Auch die sogenannten "Futtertiere" leiden während ihrer "Produktion"!
Auch die sogenannten „Futtertiere“ leiden während ihrer „Produktion“!

6. Es ist ein Gesundheitsrisiko.

Studien belegen, dass Reptilien wie Schlangen oder Echsen sehr häufig Träger von gefährlichen Bakterien sind – den Salmonellen, die sich beim Umgang mit den Tieren verbreiten. Das Robert-Koch-Institut schreibt in einem Vortrag über Salmonellose-Erkrankungen (2010) ganz deutlich: „Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko, z.B. Kinder unter 5 Jahren, immunsupprimierte und ältere Personen, sollten Kontakt mit Reptilien meiden.“ Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. schreibt in einem Brief an PETA: „Bei Kontakt zu diesen Tieren können die Erreger auf den Menschen übertragen werden. Der Anteil der Reptilien-assoziierten Infektionen an der Gesamtzahl der menschlichen Salmonellosen lässt sich nur schätzen, bei Kindern unter zwei Jahren liegt der Anteil der Salmonellosen (außer S.Enteritidis und S.Typhimurium) bei fast 30%.“

Fazit: Bitte kauft niemals eine Schlange oder irgendein anderes Tier in einem Zooladen oder auf einer Reptilienbörse und bittet eure Freunde und Familienmitglieder, diese tödliche Industrie nicht zu unterstützen. Danke!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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