Haustiere Studien

3 Gründe, warum Reptilienhaltung für dein Kind gefährlich ist!

1. Salmonellen

Studien belegen, dass Reptilien wie Schlangen oder Echsen sehr häufig Träger von gefährlichen Bakterien sind – den Salmonellen, die sich beim Umgang mit den Tieren verbreiten. Das Robert-Koch-Institut schreibt in einem Vortrag über Salmonellose-Erkrankungen (2010) ganz deutlich: „Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko, z.B. Kinder unter 5 Jahren, immunsupprimierte und ältere Personen, sollten Kontakt mit Reptilien meiden.“ Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. schreibt in einem Brief an PETA: „Bei Kontakt zu diesen Tieren können die Erreger auf den Menschen übertragen werden. Der Anteil der Reptilien-assoziierten Infektionen an der Gesamtzahl der menschlichen Salmonellosen lässt sich nur schätzen, bei Kindern unter zwei Jahren liegt der Anteil der Salmonellosen (außer S.Enteritidis und S.Typhimurium) bei fast 30%.“

2. Allergien und Atemwegserkrankungen durch „Futterinsekten“
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Die Proteine der „Futtertiere“ haben laut aktueller Forschung ein allergisches Potential.

Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien beschreiben im Fachjournal „ World Allergy Organization Journal“, dass das Halten von Reptilien schwer Allergien verursachen kann. Ein 8-jähriger Junge entwickelte vier Monate nach der Anschaffung einer Bartagame nächtliche Anfälle von schwerer Atemnot. Ursache für die starke allergische Reaktion war jedoch nicht die Echse selbst, sondern das Futter für das Tier. Heuschrecken, mit denen das Tier regelmäßig gefüttert wurde, entpuppten sich als Allergen-Quelle. Nachdem das Tier den Haushalt verließ, legten sich Symptome, allerdings kam es sogar nach vier Jahren durch Zufall zu einer erneuten allergischen Reaktion, als der Junge den Allergenen der „Futtertiere“ nochmals ausgesetzt war. Somit ist die Annahme, Reptilienhaltung sei „besonders für Familien mit Allergierisiko“ empfehlenswert, grundlegend falsch!

3. Beißvorfälle

Reptilien sind keine Kuschel- oder Streicheltiere! Tiere wie Chamäleons, Echsen und Schlangen sind nicht-domestizierte Wildtiere. Egal, ob sie aus der Wildnis entnommen wurden oder schon lange Zeit in Gefangenschaft des Menschen leben, sie gewöhnen sich niemals an diesen Freiheitsentzug und an den dadurch bei ihnen ausgelösten Stress. Wissenschaftler wissen, dass alleine der Blick eines Menschen, aber natürlich auch Berührungen usw., bei einem Wildtier Todesangst auslösen kann. Außerdem reagieren die Tiere besonders empfindlich auf nicht angemessene Temperaturen, falsche Luftfeuchtigkeit und natürlich auf Lärm/Vibration. Das „Handling“ der Tiere birgt immer ein Risiko besonders für Kinder. Aus meiner jahrelangen Erfahrung in der Reptilienpraxis weiß ich, dass Bissverletzungen durch Reptilien als ernst zunehmende Gefahr wahrgenommen werden sollte.

Fazit: Reptilien sind einfach nicht an ein Leben mit dem Menschen angepasst und leiden immer unter der Gefangenschaft. Außerdem müssen sie als greifbares Gefahrenpotential besonders für Kinder und immunsupprimierte Menschen (Schwangere und ältere Menschen) erkannt werden. Forscher raten daher zur Vorsicht!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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