Haustiere

13 Dinge über Kaninchen, die Du wahrscheinlich noch nicht wusstest

Du liebst Kaninchen über alles und glaubst sie zu kennen? Dennoch werden dich einige Fakten überraschen. Lies selbst!

1. Kaninchen sind die dritthäufigsten Tiere, die in Tierheimen abgegeben werden. Also: adoptieren statt kaufen!

2. Ihr Revier ist ihnen sehr wichtig. Wenn du Kaninchen hast, wirst du sehr schnell merken, dass sie in ihrem Territorium gerne eigenverantwortlich bestimmen wollen. Sie brauchen sehr viel Platz und entscheiden sich schnell, wo sie essen, schlafen und ihr Geschäft verrichten möchten.

3. Kaninchen sind nachtaktiv, stimmt’s? Nein! Eine andere Frage, die oft gestellt wird: Schlafen Kaninchen nachts oder tagsüber? Und die Antwort ist- keines von beidem. Sie sind dämmerungsaktiv, das heißt, sie sind meistens während der Morgen- sowie Abenddämmerung aktiv.

4. Sie benötigen kaninchenerfahrene Tierärzte. Tierärzte, die sich gut mit dem Verhalten und der Therapie von Kaninchen auskennen oder sich gar auf Kaninchen spezialisiert haben, können schwieriger zu finden sein. Im Studium wird leider sehr wenig Wissen über Kaninchen vermittelt. Stelle bitte sicher, dass du einen kaninchenerfahrenen Tierarzt in deiner Nähe findest, der sich auf diesem Gebiet belesen und fortgebildet hat.

5. Kaninchen können sich langweilen. Genau wie Menschen, brauchen Kaninchen soziale Kontakte, Raum um Dinge zu entdecken und jede Menge Spielzeug um sich zu beschäftigen. Du kannst eine Küchenpapierrolle oder eine leere Cornflakes-Packung aus Pappe mit Heu befüllen, so kann dein Kaninchen darauf kauen und damit spielen und du hast ihr oder ihm eine große Freude bereitet.

6. Sie sind keine „ersten Haustiere“ oder Ostergeschenke. Viele Menschen denken, dass Kaninchen eine kleinere Verpflichtung mit sich bringen als Hunde oder Katzen. Viele Kaninchenhalter bestätigen, dass ein Kaninchen sogar noch mehr Aufmerksamkeit und Mühe bedarf als eine Katze oder ein Hund. Außerdem können Kaninchen 10 Jahre und älter werden. Stelle bitte unbedingt sicher, dass du bereit bist für eine lebenslange Verpflichtung.

7. Kaninchen schnurren wenn sie glücklich sind. Es ist nicht das gleiche Schnurren wie bei einer Katze. Es hört sich eher an wie Zähneklappern oder leises Kauen. Jede/r Kaninchenhalter/in weiß, wie süß dieses Geräusch ist.

8. Die Freudensprünge wenn sie super-glücklich sind. Was genau sind diese Freudensprünge? Einfach das Süßeste auf der Welt!

9. Ihre Krallen und Zähne hören nie auf zu wachsen. Wie die Nägel der Menschen wachsen die Krallen von Kaninchen durchgehend und müssen circa alle sechs Wochen geschnitten werden. Im Unterschied zu den Menschen wachsen auch die Zähne der Kaninchen ununterbrochen. Darum ist es notwendig, dass du deinen Kaninchen immer Heu und Spielzeuge aus Holz zum Nagen zur Verfügung stellst. Wenn sich die Zähne deines Kaninchens nicht normal abwetzen, hat er oder sie vermutlich Schmerzen beim Essen und hungert. Kontrolliere daher regelmäßig die Essgewohnheiten deines Kaninchens. Schon wenige Stunden ohne Nahrung können tödlich sein.

Gückliches Kaninchen (c) Verena Stiess

10. Draußen zu leben kann gefährlich sein für Kaninchen. Kaninchen, die im Freien leben, sind durch Feinde gefährdet, welche sie verletzen oder töten könnten. Dies gilt auch für Kaninchen in Stallhaltung. Jedoch stellen nicht nur andere Tiere eine Gefahr dar. Es gab bereits Fälle von vergifteten Tieren, bei denen aus Unachtsamkeit das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln im Garten vergessen wurde. Dies kostete bereits Tieren das Leben. Daher bitte immer darauf achten, dass die Tiere in gut gesicherten artgerechten Gehegen ihre Bedürfnisse ausleben dürfen.

11. Sie sind Fluchttiere. Kranke oder ängstliche Kaninchen verheimlichen dies so gut es geht. Verängstigte Kaninchen können sich beim schreckhaften Aufspringen oder Wegrennen verletzen. Daher ist es immer wichtig, aufmerksam auf dein Kaninchen zu achten und sie oder ihn nicht zu erschrecken.

12. Kaninchen fressen ihre Ausscheidungen. Und: Kaninchen verdauen zweimal. Gesunde Kaninchen fressen ihre weichen Ausscheidungen direkt von ihrem … naja, Du weißt schon, sodass diese von ihren Haltern gar nicht gesehen werden. Die harten runden Kügelchen, die du siehst, sind das Ergebnis der zweiten Runde ihrer Verdauung.

13. Jedes Kaninchen hat seine eigene Persönlichkeit. Oft wird gefragt, ob Kaninchen wie Katzen oder wie Hunde sind. Die Antwort: Keins von beidem! Kaninchen sind einzigartige Charaktere, bei denen man eine Weile braucht um sie kennenzulernen. Was du dich fragen solltest, bevor du ein Kaninchen mit nach Hause bringst: Wird es sich mit deinen bisherigen tierischen Mitbewohnern verstehen? Freundschaft zu schließen beansprucht viel Zeit und Energie. Es kann gefährlich werden, Tiere (auch Kaninchen selbst!), die sich noch nicht kennen, zusammenzuführen.

Sehr wichtig: Kaninchen sollten als soziale Tiere niemals allein gehalten werden. Sie benötigen immer mindestens einen Artgenossen.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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