Ernährung

Wo kein Schwein zur Welt kommen möchte

Sie sind ordentlich, hochsensibel, sehr sozial, intelligenter als Hunde oder Kleinkinder und sie haben ein Ich-Bewusstsein… Es geht um Schweine. Und obwohl das Schwein intelligenter ist als der beste Freund des Menschen, der Hund, werden jedes Jahr alleine in Deutschland fast 60 Millionen von ihnen getötet um auf dem Teller zu landen.
Über 99% dieser sensiblen Tiere werden konventionell gehalten, das bedeutet Spaltenböden, wenig Platz, kein Schlammbad in der Sonne, chronische Langeweile und keine Möglichkeit „ihren“ Bereich sauber zu halten. Dabei trennen Schweine ihr Zuhause gerne in sogenannte Funktionsbereiche, wie Essen, Schlafen, Spielen und eine Toilette. Schweine wühlen für ihr Leben gerne in der Erde, sie erkunden gerne neue Dinge und sind am liebsten in einem stabilen Herdenverband – vergleichbar mit einem festen Kreis aus Familie und Freunden bei uns Menschen.
Durch die nicht artgerechte Haltung und die daraus entstehende Langeweile fangen Schweine an die Ringelschwänze ihrer Leidensgenossen anzufressen. Deshalb werden die Ringelschwänze, die für Schweine, genau wie für Hunde, zur Kommunikation und zum Stimmungsausdruck dienen, in den ersten Lebenstagen ohne Narkose abgeschnitten. Auch die Eckzähne werden abgeknipst, damit die Schweine sich vor lauter Frust und weil ihre Gruppen immer wieder neu zusammengestellt werden, was zu Rangkämpfen führt, nicht zu sehr verletzen. Die männlichen Schweine werden kastriert – meist ohne Betäubung – weil der Mensch den Ebergeruch am Fleisch nicht mag, welchen männliche Tiere ab einem gewissen Alter produzieren.
Unsere Kollegen aus den USA haben eine Undercover-Recherche aus einem Schweinezuchtbetrieb veröffentlicht. Das Video zeigt einmal mehr, dass Tiere in der Ernährungsindustrie zu einem reinen Produkt degradiert werden – und das obwohl bekannt ist, dass diese Tiere genauso Leiden und Schmerzen empfinden wie wir. Diese Zustände sind eins zu eins auf Deutschland übertragbar und auch wir haben Anfang des Jahres furchtbare Zustände in einer Ferkelaufzucht dokumentiert.

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Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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