Ernährung

Wie viele Leben wird die Schweinepest kosten?

Seit einigen Wochen kursiert vor allem in NRW die Angst vor der in Litauen ausgebrochenen Seuche, der Schweinepest. Für den Menschen ist diese zwar (noch) nicht gefährlich, jedoch kann sie sich unter den Wild- und Hausschweinen rasant ausbreiten.

Die Politik informiert die Landwirte, wie sie sich verhalten sollen, damit ihr Betrieb nicht von der hochinfektiösen Krankheit befallen wird. Zeitungen berichten darüber und geben Tipps, wie sich Privatpersonen verhalten sollten. Leider werden als Grund für genannte Schutzmaßnahmen immer wieder der hohe wirtschaftliche Schaden genannt, der durch ein Ausbruch der Seuche zustande kommen würde, da man alle infizierten Schweine sofort töten und „beseitigen“ müsste.

Aber von was reden wir hier eigentlich? Wir reden immer noch von fühlenden Lebewesen, die alleine dazu gezüchtet werden ihr kurzes Leben in meist nicht artgerechten Hallen zu fristen, ohne jemals die Sonne zu spüren oder sich im Schlamm zu suhlen. Wir reden von Tieren, die so intelligent sind wie ein Kleinkind und genauso neugierig und wissbegierig wie ein Hund. Einem „Mastschwein“ aber stehen meist weniger als ein Quadratmeter Lebensraum zur Verfügung. In einer Bucht mit vielen Artgenossen lebt es meist auf schmutzigen Spaltenböden und vor lauter Langweile kommen Aggressionen gegen die Leidensgenossen auf. Deshalb werden den Ferkeln sowohl die Schwänze abgeschnitten als auch Zähne gekürzt. Damit die männlichen Tiere nicht den typischen Ebergeruch entwickeln, welcher Mensch bei seinem Stück Fleisch auf dem Teller nicht haben mag, werden ihnen die Hoden herausgeschnitten – all dies passiert meist ohne Narkose. Muttersäue werden vor und während der Säugezeit in Kastenständen gehalten. Dies sind Metallgefängnisse, in denen sich die sensiblen Tiere nicht einmal herumdrehen können. Durch Hormone werden die Zyklen der Sauen synchronisiert und die Ferkelanzahl weiter künstlich erhöht. Nach diesen ganzen Strapazen folgt dann irgendwann der Weg zum Schlachter, wobei viele Tiere bei lebendigem Leib verbrüht werden.

Die industrielle Tierhaltung soll also nur eines sein: wirtschaftlich!

Tierhaltung zum Zwecke der Nahrungsmittelproduktion ist immer mit Tierquälerei und dem Tod verbunden. Solche Seuchen können sich durch Intensivtierhaltung und dem Transport von Tieren und Tierprodukten wie ein Lauffeuer ausbreiten und kosten, je nach Erreger, Menschen- und/oder Tierleben.

Tiere sind Lebewesen und keine Lebensmittel – durch eine tierfreundliche Ernährung kannst du viel Leid vermeiden und gleichzeitig etwas für deine Gesundheit und die Umwelt tun.

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Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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