Ernährung

Wie gesund ist Milch?

Weltschulmilchtag Veganblog

Diese Frage hat sich der WDR gestellt und der kritische Zuschauer fragt sich: Ist diese Frage denn leicht in ein paar Minuten zu beantworten? Fast tagtäglich und schon von Anfang an, wird uns mithilfe von Schulmilchprogrammen, riesigen Werbeetats (rund 300 Millionen) und Bilder von glücklichen Kühen und Menschen suggeriert, dass Milch unverzichtbar ist.

Tierleid für ein wenig Milch

Klar ist, um Milch und Milchprodukte zu erhalten, müssen Kühe geschwängert und von ihren Kindern getrennt werden. Müssen soziale, empfindsame Tiere in engen Ställen und in ihrem eigenen Mist eine unnatürliche „Milch“-Leistung erbringen. Ihren Kindern widerfährt entweder das gleiche Leid oder sie werden „entsorgt“ oder in die Fleischproduktion übergeben.

Klar ist auch, wir benötigen Milch nicht für eine gesunde Ernährung. Calcium und Co. erhalten wir ohne die kritischen tierischen Proteine aus vielen pflanzlichen Quellen.

Der Beitrag: „Dank der veganen Bewegung – bin ich sehr dankbar – gibt sehr sehr viele milchfreie Produkte.“

Die Frage, die hier als Titel herhalten darf, wird im Beitrag zwar nicht endgültig beantwortet, aber es bleibt einem nach Beitragsende doch einiges im Gedächtnis.

Der Fall einer Patientin mit Akne im Beitrag zeigt, wie leicht sich Akne behandeln lässt, wenn man gesunden pflanzlichen Alternativen gegenüber Milch und Milchprodukte den Vortritt gibt. Dieser Einzelbericht spiegelt die Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien wider, die auch im Bericht vom sogenannten „Milchgegner“ Prof. Bodo Melnik genannten werden.

Selbst der als „Milchbefürworter“ betitelte Prof. Wolfgang Holtmeier führt Studien an, die auf einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und erhöhtem Risiko für Prostatakrebs hindeuten. Doch ist dieser Zusammenhang wirklich so schwach wie behauptet. Der WCRF (World Cancer Research Fund) und das AICR (American Institute for Cancer Research) stufen das erhöhte Risiko für Prostatakrebs durch Milch bzw. Milchprodukte immerhin schon als „möglicherweise“ ein. (Das Gleiche gilt übrigens auch für verarbeitete Fleischprodukte.)

„Nur“ ein Zusammenhang also?  Eine neue Auswertung (Review) von insgesamt 32 Studien konnte immerhin diesen Zusammenhang zwischen Milch/-produkten und Prostatakrebs feststellen und die Hinweise auf biochemischer Ebene, die diesen Zusammenhang erklären, häufen sich auch.

Also dann doch lieber auf Nummer sicher gehen, vielen Tiere jedes Jahr das Leben retten und die Vorzüge der abwechslungsreichen vegane Küche entdecken. Der Einstieg ist wirklich kinderleicht und wer noch ein bisschen Unterstützung für die guten Vorsätze für 2015 braucht, wird im VeganStart fündig

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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