Ernährung

Welterschöpfungstag: Unsere Erde ist am Ende

Kennt ihr den Welterschöpfungstag oder Overshoot Day? Der Welterschöpfungstag gibt an, an welchem Tag im Jahr die Ressourcen der Erde für das bestehende Jahr verbraucht sind. Für dieses Jahr, also 2014, haben wir unsere Erdvorräte bereits verbraucht – und zwar am 19. August. Im Jahr 2000 war es noch der 1. November.

Wir leben in einer absoluten Konsumgesellschaft. Die meisten von uns kaufen also viel mehr als sie wirklich brauchen. Wir lassen das Licht an oder das Radio laufen, obwohl wir nicht im Raum sind. Jedes Jahr gibt es vom Mobilhersteller das neuste Handy und der Fernseher muss immer größer werden. Diese Liste könnte man nun ins Unendliche fortführen und jeder von uns sollte überlegen, wo er ressourcenschonender Leben kann.

Immer mehr Menschen achten aber darauf einen der wichtigsten Ressourcenverschwender zu meiden: die landwirtschaftliche Tierhaltung.

Die vegane Ernährung ist kein Trend mehr, denn viele Menschen wollen Tierschutz, Menschenschutz, eine gesunde Ernährung UND Umweltschutz sowie Ressourcenschonung vereinen.

Hier wenige Beispiele:

Landbedarf: Für ein Kilo Rindfleisch benötigen wir 30 m2, für Schweine- und Hühnerfleisch circa 20 m2 und Eier immerhin noch 12 m2. Obst, Kartoffeln und Gemüse dagegen liegen bei 1-2 m2. (1) Da sog. Kraftfutter, also Soja, Mais und Getreide welche die Leistung der Tiere steigern, unter anderem auch aus Südamerika kommt, werden dort unter anderem fleißig Regenwälder abgeholzt.

Wasserbedarf: Weizen ist fast 12-mal wassersparender als Rindfleisch -> Deutschlands Wasser-Fußabdruck von jährlich 1430 Kubikmeter pro Einwohner entsteht zu etwa 69% außerhalb der Landesgrenzen.

Klima: Jeder weiß inzwischen, dass vor allem Rinder massig Methan ausstoßen, was maßgeblich zur Klimaerwärmung beiträgt.

Böden/Grundwasser: Gülle, also Tierexkremente, ist schon heute ein riesiges Problem. Wir haben viel zu viel Nitrat in unseren Böden und dadurch auch in unserem Grundwasser

Warum ist ökologische Tierhaltung keine Lösung?

Im Moment werden in Deutschland circa 99% der Schweine, 98% des Geflügels und über 95% der Rinder konventionell gehalten. Bio ist zwar in aller Munde, aber niemals auf jedem Teller! Zudem würde die ökologische Tierhaltung noch mehr Platz benötigen, auch diese Tiere brauchen Essen, welches extra angebaut werden muss. Zudem: auch die Klimabilanz ist nicht unbedingt besser, denn die Tiere brauchen länger bis sie getötet werden und somit werden auch mehr klimaschädigende Gase abgegeben, die durch die Freilandhaltung auch unkontrollierbar an die Umwelt abgegeben werden.

Und ja, es ist möglich biologische Landwirtschaft ohne den Einsatz von tierischen Düngern, wie Gülle, zu betreiben: Bio-vegane Landwirtschaft!

Also eigentlich ganz einfach 🙂

Vegan werden und zusätzlich den unnötigen Konsum von einigen anderen Dingen überdenken. Es lohnt sich für uns und unsere nachfolgenden Generationen, denn wir haben keine zweie Welt!

So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass der Welterschöpfungstag nicht schon im Januar stattfindet.

 

Quelle:

1: Ökologie und Landbau 159,3/2011, Seiten 40-42

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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