Ernährung Rezepte

Welt-Ei-Tag – von Leidtragenden und vielen Alternativen

Zum Welt-Ei-Tag am 9. Oktober hat das Statistische Bundesamt (Destatis) die Zahl der Woche herausgegeben.

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In Deutschland legten im ersten Halbjahr 2015 die Hennen in Unternehmen mit mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 6 Milliarden Eier. Davon stammten mit 63 % die meisten Eier aus Bodenhaltung. Nur 17 % der Eier wurden in Freilandhaltung „produziert“. Danach folgten die Eier, die in Kleingruppenhaltung beziehungsweise ausgestalteten Käfigen erzeugt wurden (11 %) sowie die Ökologische Erzeugung (9 %).

 

Doch fügen wir dem doch noch ein paar Zahlen hinzu: Die Angaben des Statistischen Bundesamtes bedeuten nämlich auch, dass im Jahr rund 40 Millionen Hennen in deutschen Ställen leiden. In der Käfighaltung, denn nichts anderes ist die Kleingruppenhaltung, müssen sich bis zu 60 Hennen einen Käfig teilen. Das macht am Ende nur rund 800 cm² pro Huhn (ungefähr ein DIN-A4-Blatt). Alternativ treten sich in der Bodenhaltung neun Hennen auf einem Quadratmeter gegenseitig auf die Füße. Oft sind 10.000 oder mehr Hühner in einem Stall. Welche einen Stress das bedeutet und warum auch Bio- und Freilandhaltung keine Alternativen sind, könnt ihr hier nachlesen.

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Ein Grund: Bevor die Hühner in die Ställe verteilt werden, kommen sie in Brütereien ohne ihre Mütter zur Welt. Kurz nach der Geburt werden die männlichen Küken aussortiert und 50 Millionen sogenannte Eintagsküken werden jedes Jahre vergast oder geschreddert.

 

Dabei gibt es UNENDLICH viele Ei-Alternativen. Hier sind schon mal 11.

Für Muffins, Pfann- und Rührkuchen, die luftig, locker und fluffig sein sollen

(Angaben sind für ein Ei)

– 60 g Sojajoghurt plus etwas mehr (Prise) Backpulver (mit zusätzlich einem Schuss Mineralwasser geht der Teig besonders gut auf)

– 2 EL Mehl mit 1 EL Backpulver, 2 EL Öl und 2 EL Wasser aufschlagen

Für Kekse, Waffeln, Cookies und Brownies, die Bindung brauchen sowie flexibel und saftig sein sollen

– 60 g Apfel- oder Bananenmus plus 1 TL Pflanzenöl (schmeckt am Ende etwas raus, also passend wählen)

– 1-2 EL gemahlener Leinsamen oder Chiasamen  in 3-4 EL Wasser einweichen

– 1-2 EL Sojamehl  mit 2 EL Wasser vermischt

– 2 EL Speisestärke plus 2 EL Wasser (funktioniert gut in Rezepten, bei denen nur 1 Ei benötigt wird, z.B. Kekse)

– 60 g pürierter Seidentofu (z.B.in Brownies)

Für „Eischnee“

– Aquafaba (Bohnenwasser): 150ml Kichererbsenwasser + 1Tl Weinsteinbackpulver + 1TL Johannisbrotkernmehl; wie es funktioniert, steht auf peta2.de.

Damit könnt ihr u.a. Baisers, Mousse, Macarons und Eiscreme herstellen

Zum Frühstück

– Avocado zerdrücken und mit Kala Namak würzen, aufs Brötchen streichen und mit Kresse bestreuen

– Kichererbsen-Omelett oder fertige vegane Omelett-Mischungen verwenden, wenn es ganz schnell gehen muss

– Tofu-Rührei, versucht es doch mal mit diesem Rezept hier.

9 weitere Ideen von Waffeln, über Suppeneinlage bis hin zu Mayonnaise, findet ihr auf  PETA.de/eifreierezepte.

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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