Ernährung

Welt-Diabetes-Tag: Haben Veganer seltener Diabetes?

Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag.

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus ist eine Störung im Glucosestoffwechsel, genauer gesagt in der Insulin (ein Hormon) -wirkung und/oder -bildung. Man unterscheidet zwischen zwei Typen.

Diabetes Typ 1: eine Autoimmunkrankheit bei der am Ende kein Insulin mehr produziert wird.

Diabetes Typ 2: das Zielgewebe für Insulin (unsere Muskeln, das Fettgewebe und z.B. die Leber) verlieren ihre Empfindlichkeit für Insulin: Insulinresistenz; zunächst produziert der Körper mehr Insulin, am Ende oft keins mehr.

Wie groß ist das Problem?

Laut des Gesundheitsberichts 2015 leiden rund 7,6 Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes. 95 % davon an Typ 2. 750 Menschen sollen jeden Tag hinzukommen, 3 Menschen sterben jeden Stunden an den Folgen. Hinzu kommen 40.000 Amputationen pro Jahr, 2000 Erblindungen und Nierenschäden.

Haben Veganer nun wirklich ein geringeres Risiko an Diabetes zu erkranken?

Es gibt zahlreiche Studien (Einleitung dieser Studie gibt einen schönen Überblick), die eine Verbindung zwischen vegetarischer Ernährung und einem geringeren Risiko an Diabetes zu erkranken nachweisen konnten. Bei vielen wurde allerdings nicht zwischen veganer und vegetarischer Ernährung unterschieden. Die Adventist Health Study 2 zeigte erstmal auf, dass die Diabeteshäufigkeit bei Veganern am geringsten war. Als Gründe gelten selteneres Übergewicht und ein höherer Verzehr von Ballaststoffen. Gerade Übergewicht ist ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2. Aber auch unabhängig vom Gewicht scheinen Veganer bessere Werte zu haben.

Grund hierfür könnte der negative Effekt von Fleisch- und Fischverzehr auf das Diabetesrisiko sein. So steigt das Risiko schon bei nur einmal Fleisch oder Fisch pro Woche um fast ein Drittel. Es steigt noch mehr, wenn man verarbeitete Fleisch- oder Fischprodukte isst. (Zu dem Ergebnis kamen die Adventist Mortality Study, die Adventist Health Study, die Women Health Study, die ATTICA-Studie und eine gleichzeitige Auswertung von 12 Kohortenstudien.)

Als mögliche Gründe werden ein größerer Verzehr von gesättigten Fettsäuren, Nitrit, das in Wurst und Co. vorkommen kann, und sogenanntes Häm-Eisen (so heißt Eisen, wenn es aus Fleisch kommt) diskutiert.

Also lieber Eisen aus Pflanzen essen, die Aufnahme durch Vitamin C-reiches Obst, Gemüse oder Säfte verbessern und sich auf der tierleidfreien und sicheren Seite befinden. Dazu dann noch Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte, mit seinen Ballaststoffen gut für Sättigung und somit Gewicht. Wer Anregungen für seinen Start in ein veganes Lebens braucht, meldet sich am besten zum kostenlosen Veganstart an.

P.S. Vegane Ernährung hilft nicht nur präventiv. Auch bei bereits bestehendem Diabetes konnte eine Studie zeigen, dass vegane Ernährung wirkungsvoller für einen positiven Krankheitsverlauf ist als normale Ernährungstherapie. Da auch Gewichtsabnahme bei der Therapie wichtig ist, ist es gut zu wissen, dass eine neue Studie zeigen konnte, dass auch dabei vegane Ernährung dabei effektiver ist.

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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