Ernährung

Tierisches Protein: So gefährlich wie Rauchen?

Der Verzehr von Fleisch kann so gefährlich sein wie das Rauchen einer Zigarette.

Das scheint zumindest die Aussage von Dr. Valter D. Longo, Direktor des Longevity Institute der Universität von Südkalifornien und Hauptautor einer vor kurzem veröffentlichten Studie, gegenüber der britischen Zeitung The Guardian zu sein.

In Anbetracht der Tatsache, dass Geschädigten in den USA, wie im Urteil gegen den Tabakkonzern RJ Reynolds Tobacco Co, Milliardenentschädigungen zugesprochen werden, sind Vergleiche und Erkenntnisse dieser Art sicherlich eine interessante Entwicklung. Die oben erwähnte Studie konnte einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischem Protein und einem erhöhten Sterblichkeits- und Krebsrisiko nachweisen.

Forscher werteten die Daten von 6.381 Menschen (50 und älter) aus, die am National Health and Nutrition Examination Survey teilnahmen, und fanden heraus, dass Probanden (bis 65), deren Ernährung viel Protein enthielt, ein 75% höheres Sterblichkeitsrisiko und ein vierfach höheres Krebsrisiko hatten als diejenigen, die wenig Protein aßen. Stammte das Protein allerdings aus pflanzlichen Lebensmitteln, wie Nüssen und Bohnen, war dieser Zusammenhang entweder gar nicht vorhanden oder vermindert.

Ergebnisse wie diese sollten keine große Überraschung sein. Dr. T. Colin Campbell, manchen aus der Dokumentation „Gabel statt Skalpell“ bekannt, sagte sogar, dass „ kein chemisches Kanzerogen annähernd so maßgeblich in der Verursachung von Krebs ist wie tierisches Protein.“ Und Dr. David Katz, Direktor des Präventions-Forschungs-Zentrum an der Yale Universität, glaubt, dass Menschen, die zu einer pflanzenbasierten Ernährung wechseln, „wahrscheinlich gesünder leben und weniger an chronischen Erkrankungen leiden“.

In Zukunft strenge Auflagen für Fleisch-, Eier- und Milchindustrie?

Ausgehend von Erkenntnissen wie diesen, wäre es nur logisch für Gesundheitsbehörden die Fleisch-, Eier- und Milchindustrie mit genauso strengen Auflagen zu belegen wie die Tabakindustrie. Doch während die Regierung vor Tabakkonsum warnt, Fernsehwerbung verbietet und Warnhinweise auf Zigarettenschachteln drucken lässt, setzt sie sich nicht für Hinweise auf Lebensmitteln tierischer Herkunft ein.

Vielleicht wollt ihr eure Gesundheit aber lieber in die eigenen Hände nehmen. Wenn ihr Krebs und anderen ernährungsmitbedingten Krankheiten vorbeugen wollt, dann werdet vegan. Wenn ihr Hilfe beim Start braucht, schaut ihr euch am besten unsere Tipps an oder meldet euch zum Vegan-Start an.

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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