Was hat Barbara Otte-Kinast zu verbergen?
Ernährung Schlagzeilen

Was hat Barbara Otte-Kinast zu verbergen?

barbara otte kinast
© Foto AG Gymnasium Melle

Barbara Otte-Kinast gegen den Einsatz für die Tiere

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) wettert aktuell gegen PETA und andere Tierrechtsorganisationen.
Sie spricht sich dafür aus, die Gemeinnützigkeit von Tierrechtsorganisationen zu überprüfen und gegebenfalls abzuerkennen. Ihrer Ansicht nach mache es keinen Unterschied, ob man in ein Wohnhaus oder einen Tierstall einbreche.
 

Tierrechtler sind noch nie „eingebrochen“, dieser Straftatbestand existiert nicht. Ein Einbruch existiert nur im Zusammenhang mit Diebstahl, also wenn eine Aneignungsabsicht besteht. Dies alles trifft für Undercover-Ermittlungen von Tierrechtlern nicht zu.
Erst kürzlich entschied das OLG Naumburg, dass es unter bestimmten Umständen straflos ist, undercover Filmaufnahmen in einem Tierstall anzufertigen, wenn dadurch Missstände aufgedeckt werden. Und gerade entschied der BGH, dass solche Undercover-Videos veröffentlicht werden dürfen – und genau dies tut PETA. Damit ist eine jahrzehntelange Rechtsprechung bestätigt worden.
 
Viele Menschen unterstützen PETA mit freiwilligen Spenden und beauftragen PETA damit, solche Missstände publik zu machen. Im Gegensatz dazu missbraucht Otte-Kinast ihr sechsstelliges Jahresgehalt, welches ausschließlich aus Steuergeldern besteht, dazu, einer schwerstkriminellen Branche, nämlich dem agrarindustriellen Komplex, das Wort zu reden. Aus rein eigennützigen Gründen, während PETA sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlt. Und deshalb ist PETA als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt, was von Behörden strikt überprüft wird.
 
Wenn Schweine, Rinder, Hühner, Puten, Enten und andere Tiere Landwirten schutzlos ausgeliefert sind, helfen Tierrechtsorganisationen diesen Tieren nachhaltig, indem sie die Wahrheit ans Licht bringen, die Landwirte (bzw. die zuständigen Veterinärämter) anzeigen und die Konsumenten auffordern, tierfreundliche Entscheidungen zu treffen. Schließlich braucht heutzutage kein Mensch mehr Fleisch, Fisch, Milch oder Eier. Eine ausgewogene vegane Ernährung versorgt den Körper mit allem, was er braucht. Auf Angst, Leid, Tod und Antibiotika auf dem Teller kann sicherlich jeder von uns gut verzichten.
 

Warum feuert Barbara Otte-Kinast gegen Tierrechtler?

Eigentlich kaum verwunderlich: Sie ist selbst Milchbäuerin. Ihr Mann ist Milchbauer.

Möglicherweise ist ihr längst bewusst, dass diese Industrie in naher Zukunft der Vergangenheit angehören wird. Auch in ihrem Betrieb wird es tote oder kranke Tiere geben. Auch bei ihr werden Kälber ihren Müttern entrissen und später getötet. Potentielle Undercover-Ermittlungen von Tierrechtlern versucht sie abzuwehren, indem sie Überwachungskameras aufstellt.

Zusätzlich will sie nun den Tierschutzplan des Landes Niedersachsen ändern, wohl, um noch mehr Tierquälerei zu erlauben als ohnehin schon erlaubt ist. Schließlich steht bei ihr die Wirtschaftlichkeit der tierproduzierenden Industrie weit über dem Tierwohl.

„Beim agrarindustriellen Komplex in Deutschland handelt es sich um Organisierte Kriminalität, der höchsten Kriminalitätsform, die ein Rechtsstaat kennt. Alltäglich finden dort millionenfach Rechtsbrüche statt. Wer dies, wie Ministerin Otte-Kinast, verteidigt und statt die Tiere zu schützen die Enthüller der Missstände angreift, muss sich selbst als Mittäterin schelten lassen. Umso verwerflicher ist es, dass sie gleichzeitig selbst Tiere ausbeutet. Damit reiht sie sich in die Riege der Landwirtschaftsminister wie Grotelüschen, Schulze Föcking, Ehlen, Funke und weiteren ein, die ebenfalls Tierhalter waren und Klientelpolitik machten. Kein Tier kann und wird art- oder tiergerecht in solchen Augiasställen gehalten. […] Wir fordern Barbara Otte-Kinast auf, unsere Experten 24 Stunden täglich Einlass in ihre Ställe zu gewähren. Tut sie dies nicht, besteht der dringende Verdacht der Verdeckung von Rechtsbrüchen. Die hier von der Justiz ausdrücklich unterstützte Tierrechtsbewegung wird dann nicht umhin kommen, wie bei Ehlen oder jüngst bei Christina Schulze Föcking, selbst Ermittlungen vorzunehmen.“

Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA

Über den Autor

Bella

Als Grafikerin und Content Producer kämpft Bella für die Rechte ALLER Tiere.

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