Ernährung

Export-Aus für das Qualprodukt Stopfleber

Es fühlt sich an wie ein Déjà-Vu… wie bereits letztes Jahr führt ein Ausbruch der Vogelgrippe jetzt auch in Frankreich zu einem Verbot der Ausfuhr von Stopfleber. Bis auf weiteres dürfen die Produzenten nicht mehr an Länder außerhalb der europäischen Union exportieren. Das Exportverbot soll die Ausbreitung der Vogelgrippe eindämmen, die auch in Deutschland in den letzten Wochen schon zu Massentötungen geführt haben.

Wer sind die wahren Opfer?

Während die französische Stopfleber-Industrie sich als Opfer des Ausbruches der Vogelgrippe stilisiert, sind in der Praxis meist die Vögel die Leidtragenden – tausende von Ihnen werden, oft nur auf Verdacht, getötet. Im Départment Tarn im Süden Frankreichs, traditionell ein Zentrum der französischen Stopfleber-Industrie wurden 18.000 Tiere auf Verdacht getötet – 4.500 waren zuvor an den Folgen des Virus gestorben.

Was sind die Ursachen?

Auch der Erklärungsansatz der Behörden, die Vogelgrippe habe sich über freilebende Wild- und Zugvögel verbreitet, ist umstritten. Einiges spricht auch dafür, dass der Virus sich aus der industriellen Tierhaltung heraus entwickelt hat.

Fakt ist, dass in der Geflügelwirtschaft Milliarden von Tieren zwischen allen Kontinenten hin- und hertransportiert werden. Hunderte Millionen Hühner stehen in den Ställen auf ihren eigenen Exkrementen, in der immer noch vorhandenen Batteriekäfighaltung kommen die Hühner der unteren Käfigreihen mit den Ausscheidungen der oberen unmittelbar in Berührung. In riesigen Mengen landet der Geflügelmist auf Feldern und Äckern, die auch von Zug- und Wildvögeln aufgesucht werden. Vieles spricht also dafür, dass es die Geflügelwirtschaft selbst ist, die den erneuten Ausbruch zu verantworten hat.

Was ist Stopfleber?

Die Produktion von Stopfleber ist so grausam, dass sie in Deutschland und den meisten europäischen Staaten verboten ist. Dennoch wird das Qualprodukt gerade in der Weihnachtszeit in vielen Restaurants und Feinkostgeschäften noch immer angeboten. Für die Produktion von Foie gras wird Enten und Gänsen mehrmals täglich eine Röhre Speiseröhre gerammt um ihnen riesige Mengen Maisbrei in den Magen zu „stopfen“. Die grausame Prozedur führt zu schmerzhaften Verletzungen der Speiseröhren der Vögel. Nebenwirkungen des Stopfens sind u. a. Atemnot, Halsverletzungen, Knochenbrüche, Leberblutungen und Herzversagen.

Aktiv gegen Stopfleber– jeder kann etwas tun!

2012-05-tote-gans-blut-foie-gras-suedfrankreich-screenshots-079-c-peta-dZeigen wir Tierquälerei die rote Karte! Wann immer ihr Stopfleber auf einer Speisekarte oder in einem Geschäft entdeckt, schweigt nicht sondern sprecht die Betreiber direkt an, kontaktiert sie per Mail oder macht andere Kunden über Bewertungsportale auf das Tierleid, das hinter Stopfleber steckt, aufmerksam.  Eine Liste von Online-Shops mit Foie gras im Sortiment findet ihr auf der PETA-Homepage.

Und last but not least: Hier findet ihr leckere tierleidfreie Alternativen, mit denen Weihnachten garantiert ein Fest für ALLE wird! Viele weitere tolle Tipps, wie ihr für die Tiere aktiv werden könnt, bekommt ihr über das PETA-Aktivistennetzwerk.

 

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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