Ernährung

Tiertransporte: Polizei stellt schwere Mängel fest

Tiertransporte stellen immer eine unglaubliche Qual und Belastung für Tiere dar. Da die Agrarindustrie das Tier jedoch als reines Produktionsgut ansieht, welches so billig wie möglich „produziert“ werden soll, verwundert es kaum, dass bei kürzlich stattgefundenen Kontrollen massiv gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde. Fast ausnahmslos wurden Mängel festgestellt – die auf Kosten der Tiere in Kauf genommen werden.

Bei einem Transporter wurden zu viele Tiere geladen: 149 Kälber traten ohne Wasser ihre wahrscheinlich letzte Reise zum Schlachthof an. Die Kuhkinder hatten nicht einmal etwas zu trinken zur Verfügung. Zum Zeitpunkt der Kontrolle waren sie bereits elf Stunden nonstop unterwegs. Weiter wurde eine schwer verletzte Kuh auf einem Anhänger gefunden, die aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen konnte. Laut Polizeibericht wurde die Kuh schon am Vortag per Frontlader auf den Anhänger geladen. Anstatt diese Kuh vor Ort von ihren Leiden zu befreien, mutete der Landwirt ihr diese Höllenqualen zu, um noch ein paar Euro beim Schlachthof zu bekommen. Laut Tierschutzgesetz ist es jedoch verboten, ein Tier, das nicht von selbst aufstehen kann, zu transportieren oder gar noch zu schlachten.

Was sagt uns das? Die Gesetze sind zum einen zu schwach und viele dienen mehr dem Produzenten als dem Tier, zum anderen wird systematisch gegen das Gesetz verstoßen.

Diese Kontrolle, an der fast ausnahmslos Mängel bei Tiertransporten festgestellt wurden, fand an einem Tag statt – das Leiden der Tiere jedoch findet täglich statt. Hinter verschlossenen Türen der Mastanlagen, hinter Mauern der Schlachthöfe und eben auch in den Transportern, die täglich neben uns auf den Straßen fahren.

Schaut hin! Jeder kann durch seine täglichen Entscheidungen Tierleid unterstützen oder sich für eine tierfreundliche Alternative entscheiden: www.veganstart.de

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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