Ernährung

Tierkörperbeseitigungsanlagen – Das unentdeckte Leiden

totes Schwein für Tierkoerperbeseitigungsanlagen

Immer wieder veröffentlichen wir Bilder aus Tierställen, die kaum auszuhalten sind. Dort sehen wir kranke und teilweise vernachlässigte Tiere, die oftmals aus Kostengründen keine ausreichende Behandlung bekommen. Dass diese Bilder die Regel in deutschen Tierställen sind, zeigt nun auch eine Untersuchung in Tierkörperbeseitigungsanlagen. Denn hier bleiben das Leiden und die Tierschutzverstöße unentdeckt – bis jetzt!

Studie aus Tierkörperbeseitigungsanlagen zeigt Tierschutzverstöße

In der „Neue Osnabrücker Zeitung“ heißt es:

In Tierkörperbeseitigungsanstalten verschwinden jedes Jahr die Kadaver von unzähligen Schweinen, die es nicht bis zum Schlachthof geschafft haben. Mit den tierischen Überresten werden auch Hinweise auf Gesetzesverstöße in Ställen vernichtet.

Die Professorin Elisabeth große Beilage der Tierärztlichen Hochschule Hannover, die hunderte Körper toter Schweine in vier Tierkörperbeseitigungsanlagen untersucht hat, kommt zu dem schockierenden Ergebnis:

Die angemessene Versorgung schwer kranker oder verletzter Tiere werde in deutschen Schweinehaltungen in einem Umfang unterlassen, „der sehr deutlich über das Maß gelegentlicher Einzelfälle hinausgeht.“

1200 gequälte Schweine – jeden Tag

In der Studie heißt es weiter, dass bundesweit vermutlich 1200 tote Sauen und Mastschweine pro Werktag in die Tierkörperbeseitigungsanlagen gebracht werden, die zu Lebzeiten „länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden“ erlitten haben müssen.

Verletzte Schweine

Falsch getötete Tiere – und ein lebendes Tier

60 Prozent der 165 getöteten Schweine einer weiteren Untersuchung zeigten „erhebliche Mängel“ bei der Betäubung oder Tötung der Schweine. Oftmals fehlte der tödliche Entblutungsstich nach der Betäubung. Ein Schwein kam sogar noch lebend bei der Tierkörperbeseitigungsanlage an! Außerdem wurden die Schweine nicht selten mit einem Kopfschlag betäubt, der aber nur bei Ferkeln bis fünf Kilogramm Körpergewicht zulässig ist.

Krankmachende Haltungsbedingungen, überforderte Landwirte, keine Kontrollen

Die erlaubten Haltungsbedingungen führen dazu, dass viele der Tiere schon in den Ställen krank werden. Behandlungen sind teuer, doch das Stück Fleisch im Supermarkt ist billig. Kontrollen finden kaum statt – und nicht selten decken Amtsveterinäre Tierschutzverstöße. Tiere werden zur Ware degradiert und so wird oftmals auch mit ihnen auch umgegangen.

JEDE/R kann das ändern!

Es scheint, als sei man bei dieses Ausmaßen an Tierquälerei hilflos. Doch das ist nicht richtig. Jede und jeder einzelne von uns kann diese Tierquälerei vom eigenen Teller verbannen, in dem man zu veganen Produkten greift. Infos geben wir euch gerne hier – natürlich kostenlos und unverbindlich: www.veganstart.de

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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