Ernährung

Tag der gesunden Ernährung: Vegan bei Rheuma und Gicht

„Richtige Ernährung bei Rheuma und Gicht“ – so lautet das Thema des 18. Tages der gesunden Ernährung am 07. März 2015. Bevor ihr jetzt denkt, dass euch das nicht betrifft: Für viele ernährungsmitbedingte Krankheiten werden schon früh die Weichen gestellt. Außerdem kennen sicherlich viele von euch jemanden, der unter diesen Krankheiten leidet.

Der Tag der gesunden Ernährung soll jedes Jahr dazu genutzt werden, die Bevölkerung über die richtige Ernährung in bestimmten Lebenssituationen oder bei Krankheiten aufzuklären. Dieses Jahr geht es um Krankheiten, die sich u. a. in geschwollenen und schmerzenden Gelenken äußern und unter dem Begriff „Rheuma“ zusammengefasst werden. Beispiele hierfür sind Gicht, die durch einen erhöhten Harnsäurespiegel (Hyperurikämie) ausgelöst wird, sowie rheumatische Arthritis.

Vegane Ernährung hilft!

Bei der unterstützenden Ernährungsbehandlung der Hyperurikämie bzw. Gicht und der rheumatoiden Arthritis geht es darum sich vollwertig, aber auch purinarm zu ernähren, sein Übergewicht zu verringern und wenig entzündungsfördernde Substanzen (Arachidonsäure) zu sich zu nehmen.

Erstens: Purine (Bausteine im Zellkern) kommen v. a. in Fleisch, Wurst, Fisch und Innereien vor. Pflanzliche Lebensmittel enthalten mit ein paar Ausnahmen wesentlich weniger Purine. Doch auch die Ausnahmen (Hülsenfrüchte) führten in einer Studie mit fast 50.000 Probanden nicht zu einem erhöhten Risiko für Gicht, wie es bei tierischen Produkten der Fall war. Auch Fleischalternativen (v. a. auf Weizenbasis) sind laut einer Studie in Ordnung.

Zweitens: Veganer haben seltener Übergewicht. Ballaststoffreiche und kalorienarme vegane Lebensmittel können beim Abnehmen helfen.

Drittens: Nur tierische Produkte enthalten Archachidonsäure. Obst und Gemüse enthalten hingegen Antioxidanzien, die auch bei ursächlichen Entzündungen helfen können. Menschen, die einer Form der vegetarischen Ernährung folgen, sind oft wesentlich besser mit Antioxidanzien versorgt.

Viertens: Studien konnten eine Besserung der Krankheitssymptome bei veganer Ernährung nachweisen.

Einladung zum Veganstart

Ziel des Tages der gesunden Ernährung ist es auch, dass Menschen Tipps für eine Ernährungsumstellung erhalten sollen. Es ist also eine gute Idee, an diesem Tag mit PETAs Veganstart-Programm anzufangen. 30 Tage lang erhält man dabei ganz unverbindlich und kostenlos Tipps und Tricks rund um den Einstieg in die vegane Ernährung.

Da Politiker eine gewisse Vorbildfunktion innehaben und sich im Rahmen ihrer Arbeit auch mit der gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung beschäftigen (sollten), hat PETA alle Mitglieder des deutschen Bundestages zum Tag der gesunden Ernährung dazu eingeladen, am Veganstart-Programm teilzunehmen. Wir hoffen, dass viele mitmachen, schließlich belaufen sich die Kosten für ernährungsmitbedingte Krankheiten jedes Jahr auf rund 100 Milliarden Euro und das muss nicht sein!

Über den Autor

Felicitas

ist bei PETA Fachreferentin für Ernährung und findet, dass Essen nur ohne Tierleid ein Genuss ist.

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