Ernährung

Schweiz: Gruezi zum Importverbot für Stopfleber?

Gans fuer Stopfleber Foie gras
© iStock.com / Vicky Tretrop

Der Schweizer Politiker Mathias Aebischer hat eine Tierschutz-Motion in den Nationalrat der Schweiz eingebracht, letzte Woche wurde der Vorstoß angenommen.

Der Grundsatz ist einfach: Tierqualprodukte, die in der Schweiz nicht hergestellt werden dürfen, sollten dort auch nicht vertrieben werden.

Der längst überfällige parlamentarische Vorstoß „Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte“ würde ein Ende der Doppelmoral bedeuten und Tierleid konsequent unterbinden, da nur noch Produkte eingeführt werden dürften, die dem Schweizer Tierschutzgesetz entsprechen. Der Schweizer Politiker Mathias Aebischer hat sie in den Nationalrat der Schweiz eingebracht, letzte Woche wurde der Vorstoß angenommen.

Aebischer wies darauf hin, dass es das Schweizer Landwirtschaftsgesetz ermögliche es, die Einfuhr von solchen Tierprodukten einzuschränken oder zu verbieten, die mit in der Schweiz verbotenen Methoden produziert würden. Dennoch ist die Einfuhr derartiger Produkte wie auch Stopfleber derzeit gängige Praxis – auf Kosten der Tiere. Die Motion muss nun noch vom Ständerat beschlossen werden.

Die Herstellung von Stopfleber ist verboten – die Einfuhr aber noch immer erlaubt

Stopfleber, auch als „Foie gras“ bekannt, ist das kranke Organ eines kranken Vogels. Durch ein langes Rohr wird Enten und Gänsen, die auf engstem Raum eingesperrt sind, mehrmals täglich gewaltsam Futter in den Magen gepumpt, sodass ihre Leber in nur zwei bis drei Wochen auf das 10-Fache ihres normalen Gewichts anwächst. Beim Menschen würde die Leber 20 Kilogramm wiegen. Kurz bevor die Tiere an den Folgen der Mast sterben, werden sie geschlachtet. Die tierquälerische Herstellung von Stopfleber ist in der Schweiz verboten, dennoch werden jedes Jahr Millionen Tonnen, vor allem aus Frankreich, in die Schweiz eingeführt.

Die Lage in Deutschland

In Frankreich und vier weiteren europäischen Ländern wird Stopfleber hergestellt – in allen anderen europäischen Staaten ist die Produktion aus Tierschutzgründen verboten, so auch in Deutschland. Es stellt sich die Frage, warum ein Produkt, dessen Herstellung hierzulande verboten ist, dennoch weiter vertrieben werden darf. Wir fordern ein europaweites Produktionsverbot und appellieren an das Gewissen von Gastronomen und Unternehmern, sich nicht an einem Tierqualprodukt zu bereichern. Was ihr tun könnt, wenn ihr Stopfleber auf einer Speisekarte entdeckt, erfahrt ihr hier.

Was ist ein tierquälerisch erzeugtes Produkt?

Die Motion zielt in erster Linie auf Stopfleber, für die Enten und Gänse extrem leiden müssen. Doch für jedes Tierprodukt müssen Tiere leiden und sterben – das gilt auch für Fleisch vom „Metzger um die Ecke“ sowie für Milch, Käse und Eier aus der Schweizer Produktion. Nur eine vegane Ernährung ist wirklich tierleidfrei. Warten wir nicht auf die Politik, denn jeder Einzelne ist gefordert! Meldet euch kostenlos unter www.veganstart.de an und erlebt noch heute, wie lecker und vielfältig die vegane Küche ist!

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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