Ernährung

Schwanger & vegan? Kein Problem!

Natalie Portman lebt nicht mehr vegan, weil sie schwanger ist?
Was eine müde Ausrede!

Frauen, die sich heute entscheiden, sich selbst während ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt ihre Kinder vegan zu ernähren, sind längst keine verwegenen Pioniere mehr. Wir müssen nicht ausprobieren, ob es funktioniert – andere Frauen haben es vorgemacht, es hat funktioniert und es gibt weltweit viele gesunde Erwachsene, die seit ihrer frühesten Kindheit vegan leben! Aber auch wissenschaftliche Studien, wie von der American Dietic Association (der weltweit größten Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern) stellen klar: „Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten eine Reihe von Vorteilen.“

Während der Schwangerschaft müssen die meisten Veganerinnen auf ähnliche Dinge achten, wie alle anderen Frauen: Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und B-Vitaminen, ausgewogene Ernährung, kein Alkohol und keine Zigaretten. Erst im letzten Drittel der Schwangerschaft erhöht sich der Bedarf an Kalorien – aber das minimal. Die zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten sollte gründlich mit Frauenärztin und Hebamme besprochen werden – zu viel davon kann nämlich Infektionen begünstigen.

Ist das Baby erst mal auf der Welt, ist die erste Zeit denkbar einfach: An der Brust zu trinken, ist für Gesundheit und Wohlergehen für Mutter und Kind das Beste. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, die ersten sechs Monate voll zu stillen – so oft das Baby möchte. Und sie rät, das Kind darüber hinaus begleitend zur Beikost bis zum zweiten Lebensjahr oder länger mit Muttermilch zu versorgen.

Es gibt Hinweise, die darauf schließen lassen, dass der Säugling beim Stillen nicht aus dem Vitamin B12-Speicher der Mutter versorgt werden kann, so dass eine regelmäßige B12-Einnahme empfehlenswert ist. Wird weniger oder nicht (mehr) gestillt, muss auf eine Versorgung des Säuglings mit Vitamin B12 geachtet werden.

Und danach? Es gibt neuere Empfehlungen, ab dem 4. Monat Beikost einzuführen – aber viele Babys verweigern in dem Alter Brei oder gar feste Nahrung. Viele Eltern bieten ihrem Nachwuchs deshalb regelmäßig Gemüse, Obst oder Getreideprodukte an – in Form von Brei oder Finger Food – aber überlassen dem Kind das Tempo, mit dem es mit dem Essen anfangen will.

Empfehlenswerte Bücher zum Thema Schwangerschaft und vegane Kindesernährung:

„Meine Schwangerschaft Woche für Woche – Medizinischer Hintergrund und praktischer Rat“ von Prof. Lesley Regan

„Viva Vegan für Mutter und Kind“ von Dr. Michael Klaper (kostenloser Download)

„Feeding Your Vegan Infant with Confidence“ von Sandra Hood

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Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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