Ernährung

Einsatz von Giftstoffen in der schottischen Lachszucht um 1000% gestiegen

Lachs aus Zuchtfarmen ist alles andere als gesund. Laut einem Artikel in The Sunday Times ist der Einsatz von giftigen Chemikalien zur Bekämpfung von Lachsläusen auf schottischen Lachsfarmen im letzten Jahrzehnt um beinahe 1000% gestiegen. Zwischen 2006 und 2016 stieg die Lachszucht um 35% an – und der Einsatz von Chemikalien zur Dezimierung der Fischläuse um knapp 1000%.

Was sind Lachsläuse?

Lachsläuse, Lepeophtheirus salmonis, sind kleine Krebse, die wie Plankton im Wasser treiben und sich an den Fischen festsetzen und deren Haut, Fleisch und Blut fressen. Millionen Lachse sterben jedes Jahr qualvoll indem sie lebendig von den Parasiten zerfleischt werden. Die eingesetzten Chemikalien dringen ins offene Meer und führen bei den Wildlachsbeständen zu einer reduzierten Fruchtbarkeit und zu einer erhöhten Todesrate bei wirbellosen Meerestieren, wie zum Beispiel Hummer.

Millionen Lachse werden lebendig zerfressen

Die Kritik an der milliardenschweren Fischzuchtindustrie steigt zurecht. Denn nicht nur erzeugt sie unendliches Tierleid, sondern sie zerstört die Meere und seine Bewohner. Nicht zuletzt werden die Chemikalien auch von den Konsumenten mitverzehrt. Und das ist sicher alles andere als gesund.

Die unglaubliche Lachswanderung mit Hilfe des Magnetfelds

Atlantische Lachse begeben sich auf eine lange Reise vom Salzwasser ins Süßwasser – die Lachswanderung. Das Ziel ist ihr eigener Geburtsort. Bis sie dort ankommen, müssen sie viele Gefahren überwinden, wie zum Beispiel hungrige Bären oder Lachsfischer, Stromschnellen und Wasserfälle – und das alles gegen den Strom. Auf der Reise zu ihrem Geburtsort im Süßwasser orientieren sie sich mit Hilfe des Erdmagnetfeldes. Wenn die erschöpften Lachse an ihrem Geburtsort angekommen sind, beginnen sie zu laichen. Anschließend sterben sie. Lachse sind faszinierende, sensible Tiere, die auf Zuchtfarmen leiden und ihre Wanderung nicht durchführen können.

Vegane Fischalternativen

Und jetzt die gute Nachricht: Es gibt auch pflanzliche Fischalternativen zu Lachs, zum Beispiel dieses vegane Lachsfilet. Wir müssen aber gar keine Fische essen, um uns gesund zu ernähren. Jod findet ihr auch in Algen oder Speisesalz und Omega-3-Fettsäuren in Pflanzenölen, zum Beispiel Leinöl und in Walnüssen. Den Geschmack nach Meer, sowie Eiweiß und viele andere gesunde Inhaltsstoffe finden wir in Algen, am besten roh aus dem Meer oder getrocknet im Handel. Neugierig geworden? Melde dich noch heute zu unserem Veganstart-Programm an und erhalte viele Tipps rund um die vegane Ernährung.

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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