Ernährung

Schlachthöfe – Schweine weiterhin fehlbetäubt

In den letzten Jahren standen gerade Schlachthöfe in Bayern immer wieder wegen der hohen Fehlbetäubungsrate in der Kritik. Nachkontrollen zeigen nun: es hat sich nicht viel für die Tiere geändert.

Welche Schlachthöfe wurden kontrolliert?

Bei fast jedem dritten Betrieb, der nochmals kontrolliert werden musste, stellten die Prüfer abermals gravierende Mängel im Tierschutz fest. Für die sensiblen und hochintelligenten Tiere bedeutet eine Fehlbetäubung, dass sie – kopfüber an einem Bein hängend – den Stich in die Kehle zur Entblutung miterleben. Und noch schlimmer: Einige Tiere kommen bei Bewusstsein in den mehrere hundert Grad heißen Brühkessel. Schmerzen, die sich keiner von uns vorstellen kann. Das Schwein fühlt sie ebenso.

Aus welchem Grund wurden die Schlachthöfe kontrolliert?

Anlass für die Nachkontrollen war eine Studie, die schon 2014 und 2015 die Qualen für die Schweine bestätigte. Bei jedem vierten, elektrisch betäubten, Schwein gab es Komplikationen auf Kosten der Tiere. Anstatt einer Betäubung erlitten einige schmerzhafte Stromstöße und schrien nicht selten vor Schmerzen. Schlecht geschulte Mitarbeiter sind meistens der Grund dafür. Hier könnt ihr erfahren, warum eine Gasbetäubung nicht besser ist.

Sieht es in anderen Bundesländern besser aus?

Die Schlachthöfe werden immer größer, die Zeit um jedes Tier zu töten immer kürzer, die Mitarbeiter immer ungeschulter oder roher. Dazu schlecht gewartete Geräte. All das führt dazu, dass viele Tiere in ganz Deutschland in den Schlachthöfen leiden.  Alleine in Deutschland wurden im Jahr 2016 über 750 Millionen Lebewesen getötet! Die mehrere tausend Tiere, die schon in den Produktionshallen oder Transporten gestorben sind, nicht miteinberechnet.

Warum jedes einzelne Tier auch bei einer „fachgemäßen“ Betäubung leidet und eine Schlachtung somit niemals „human“ oder „tiergerecht“ sein kann, könnt ihr hier lesen.

Wie Du nicht mehr für dieses Leid verantwortlich sein kannst?

Egal, ob „beim Bauern nebenan“ oder in großen Schlachtfabriken: Kein Tier möchte sterben, um auf deinem Teller zu landen. Versuch´s doch mal vegan! Wir haben dir hier ein kostenloses Programm zusammengestellt: Veganstart.de

 

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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