Ernährung

Drei Monate Produktionsstopp für Foie gras – Zeit für ein Umdenken!

Um einem erneuten Ausbruch der Vogelgrippe vorzubeugen, müssen die Stopfleber-Produzenten im Südwesten Frankreichs – der Region, in der der Großteil des Qualproduktes „produziert“ wird – drei Monate lang ihr grausames Geschäft einstellen. Das bedeutet vor allem, dass 9 Millionen Tieren die Qualen des Stopfens erspart bleiben!

Dass nach dem letzten Ausbruch vor acht Jahren schon Ende 2015 erneut Vogelgrippeviren in einem Foie gras-Betrieb in Frankreich festgestellt wurden, ist kein Zufall. Die beengten Verhältnisse in den überbesetzten Ställen und die katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Mastbetrieben stellen den perfekten Nährboden für die Entstehung und Ausbreitung tödlicher Viren dar. PETA warnt seit Jahren vor den Risiken der tierquälerischen Intensivtierhaltung, zu denen auch vermehrte Ausbrüche der Vogelgrippe gehören. Nun haben die französischen Behörden die Foie gras-Produktion erst einmal für drei Monate gestoppt.

Für die Produktion von Foie gras werden Gänsen mehrmals täglich Röhren durch die Speiseröhre gerammt und riesige Mengen Maisbrei in den Magen „gestopft“. Diese grausame Prozedur führt zu schmerzhaften Verletzungen der Speiseröhren der Vögel und ist in Deutschland und den meisten anderen europäischen Staaten bereits verboten. Die künstlich krangemachte Leber der Enten und Gänse schwillt in nur wenigen Tagen um das Sechs- bis Zehnfache ihrer normalen Größe an.

Hersteller durch Steuergelder entschädigt

Die tierquälerische Foie gras-Produktion nur für einige wenige Monate zu stoppen, ist inkonsequent und löst das Problem nicht. Vogelgrippe ist potentiell auch auf den Menschen übertragbar und hat pandemisches Potenzial (Gefahr einer weit verbreiteten, gefährlichen Infektionskrankheit), da es bereits zuvor auf den Menschen übergesprungen ist und die Gefahr einer Mutation besteht.

Die Foie gras-Produzenten schätzen Ihren Verlust auf 130 Millionen Euro, statt die tierquälerische Praktik ein für alle Mal zu verbieten und auf zukunftsweisende tierleidfreie Produkte zu setzen, werden die Hersteller in Frankreich vom Staat entschädigt! Dabei bestünde gerade jetzt die Chance, die tierquälerische Produktion zu verbieten, wie es bereits im Januar Pamela Anderson auf Einladung des französischen Umweltministers im Parlament in Paris gefordert hat.

Zeit für ein Umdenken!!!

Immer mehr Franzosen erkennen die wahre Natur des Qualproduktes „Foie gras“. Die Konsequenz aus den Ereignissen der letzten Monate ist eindeutig. Wer sich vor der Vogelgrippe sicher schützen und Tierquälerei nicht befördern will, der LEBT VEGAN!

Über den Autor

Christiane

ist Aktivistenkoordinatorin bei PETA Deutschland. Sie betreut Aktive in ganz Deutschland und setzt sich vor allem für die Enten und Gänse in der Stopfleber-Produktion ein - denn jedes Tier hat ein Recht auf Leben und Freiheit!

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