Ernährung

Preiskampf auf Kosten von Tier, Mensch und Umwelt

Vor einigen Wochen hatte Aldi die Preise für Eier gesenkt und damit eine Welle der Empörung ausgelöst. Nun geht der Preiskampf auf Kosten aller beim Fleisch weiter. Was dies für die Landwirte und somit für die Tiere, die Umwelt und die menschliche Gesundheit bedeutet, sind sich leider nur wenige Verbraucher bewusst.

Es funktioniert nur noch über Masse!

Ein einzelnes Huhn oder Schwein ist für den Landwirt finanziell kaum mehr etwas wert. Landwirte müssen täglich tote Tiere aus dem Stall „entfernen“. Der harte Preiskampf hat dafür gesorgt, dass Bauernhöfe großen Tierfabriken weichen, in denen Tausende Tiere leiden müssen. Die Tiere müssen die billigen Preise mit einem Leben voller Entbehrungen und einem grausamen Tod im Akkord bezahlen. Sie werden unter diesen nicht artgerechten Haltungsbedingungen immer mehr Antibiotika benötigen um die kurze Mastdauer, wie ihr Leben heutzutage genannt wird, zu überleben. Daraus entstehen wiederum Antibiotika-Resistenzen, welche Menschenleben fordern.

Ist Bio die Lösung?

Sogenannte „Biotiere“ haben vielleicht etwas mehr Platz, dürfen ab und an die Sonne und Gras spüren und Leben im Schnitt etwas länger als ihre konventionell gehaltenen Leidensgenossen. Jedoch werden auch sie lange vor ihrem natürlichen Tod geschlachtet, auch sie werden nur „erzeugt“, um dem Menschen einen Nutzen zu erbringen. Zudem werden auch „Biokälber“ von ihrer Mutter getrennt und geschlachtet und auch die männlichen Brüder der Legehennen werden am ersten Tag ihrer Geburt lebendig geschreddert oder vergast.

„Nicht weil ich produziere, sondern weil ich existiere, bin ich von Nutzen“ ist ein sehr passender Spruch eines unbekannten Autors.

Du willst ein tier-, umwelt- und menschenfreundliches Leben führen? Starte hiermit: www.veganstart.de

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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