Ernährung

PETA USA deckt auf: Küken lebendig geschreddert

Eine neue Recherche von PETA USA zeigt, dass in einer amerikanischen Brüterei Küken systematisch lebendig geschreddert werden. Die Tiere sind zu spät aus den Eiern geschlüpft und werden deshalb von der Industrie nicht mehr gebraucht. Aus dem Grund werden sie wie Abfall behandelt und einfach samt den Eierschalen geschreddert. Die überlebenden Geschwister werden in riesige Hallen gesperrt, nur um nach wenigen Wochen zum den Schlachthof gefahren zu werden. Die Abnehmer von dem Fleisch, für das die Tiere gezüchtet werden: große Supermarkt- und Gastronomieketten.

Diagnose: wertlos

Das Kükentöten ist symptomatisch für eine Industrie, die auf Homogenisierung und Masse setzt: Jede Abweichung von der Norm (z.B. das Küken ist zu klein oder – wie in dem Fall – es schlüpft zu spät) führt dazu, dass das Tier wertlos – oder besser gesagt „noch wertloser“ – und deshalb entbehrlich wird. Dass es sich um ein lebensfähiges Individuum handelt, könnte nicht unbedeutender sein. Wie ein Mitarbeiter bezeugt: „Ja, es sind „Spätschlüpfer“. Die sind hier erst [in der Kiste mit leeren Eierschalen] geschlüpft.“ Der Begriff „Spätschlüpfer“ klingt in seinem Mund wie ein Todesurteil. Und das ist es auch. Es ist für ihn selbstverständlich, dass die Tiere ein unerwünschtes Abfallprodukt sind und vernichtet werden.

Nicht nur in den USA

Auch in Deutschland wurden Fälle dokumentiert, wo lebensfähige Entenküken einfach getötet wurden, weil sie entweder zu schwach waren, oder zu viele geschlüpft waren und es keinen Bedarf für sie gab. Von dem massenhaften Töten von männlichen Eintagsküken in der Eierproduktion braucht man gar nicht erst zu sprechen  – dieser Vorgang  ist inzwischen allgemein bekannt.

Das unsichtbare Töten

Was in dem Video zu sehen ist, sind versteckte Kosten der industrialisierten Landwirtschaft. Denn es sterben nicht nur Tiere auf der Farm – an Überzüchtung, Krankheiten oder Verletzungen. Das Sterben beginnt schon viel früher: auf den Elterntierfarmen oder in Folge von Transporten von Küken. Diese „Verluste“ muss man in Betracht ziehen, wenn man über das Tierleid in der Fleischproduktion spricht.

Für eine pflanzliche Ernährung muss kein Tier geschreddert werden. Hier erfahrt ihr, wie ihr einen tierfreundlichen Lebensstil ansteuern könnt.

 

Über den Autor

Andrzej

Andrzej ist Koordinator für Osteuropa bei PETA Deutschland und ist am Ausbau der Tierrechtsbewegung in dieser Region interessiert.

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