Ernährung

PETA USA: Aufklärung durch High-Tech

Am 28. November feiern die Amerikaner dieses Jahr Thanksgiving. Traditionell gibt es an diesem Tag einen ganzen Truthahn aus dem Ofen. Da Traditionen aber noch lange keine Rechtfertigung für das Töten von Tieren darstellen, haben sich unsere Kollegen von PETA USA etwas ganz besonderes überlegt um gerade die junge Generation zum Umdenken anzuregen.

Thanksgiving_beide
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PETA USA will High-Tech-Anzeigen an Bushaltestellen in verschiedenen Städten im Nordosten des Landes platzieren, welche eine versteckte Botschaft, die nur Menschen unter 1,30 m sehen können, enthalten. Dies funktioniert durch Lentikular-Technologie und wurde auch schon in Spanien benutzt um auf Kindesmisshandlung aufmerksam zu machen.

In diesem Fall sehen Erwachsene ein Bild von einer Mutter, die traditionell einen Truthahn zerlegt. Aber Kinder unter 1,30m sehen etwas völlig anderes. Die Mutter ersticht einen lebendigen Truthahn und dessen Blut spritzt in die entsetzten Gesichter der Kinder.

Das Ziel dieser Kampagne ist es Kinder zu ermutigen den Lauf der Geschichte für Truthühner zu ändern. Truthähne  sollen als das gesehen werden was sie sind- fühlende Lebewesen, die leben wollen!

In den USA , genau wie in Deutschland, müssen Truthühner (besser bekannt als Puten) dicht aneinandergedrängt ihr kurzes Leben fristen. Ihnen werden die Schnäbel gekürzt und Antibiotika stehen auf dem Speiseplan, damit die Tiere diese unnatürliche Haltungsform überleben.

Nach 16 (w)-21 Wochen (m) werden die Tiere dann brutal gefangen, wobei oft Beine oder Flügel brechen, um dann im Schlachthaus kopfüber aufgehängt zu werden. Die Betäubung durch das Strombad, in das die Tiere mit dem Kopf getaucht werden, funktioniert nicht immer und so wird vielen Puten bei lebendigem Leib die Kehle aufgeschlitzt.

Das hört sich schrecklich an?

Das ist auch schrecklich- aber leider gängige Praxis und gesetzlich erlaubt. Dabei geht es auch anders! Es gibt mittlerweile sogar Tofu-Truthahn, womit auch die Tradition bewahrt werden kann. Das rein pflanzliche Angebot ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und es ist wirklich für jeden etwas dabei. Probiert es aus und verändert die Geschichte des Truthahns und aller anderen „Nutztiere“.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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