Ernährung Reiten

PETA Deutschland gegen Pferdetransporte nach Japan

© PETA USA

Gestern schickte PETA Deutschland zusammen mit der polnischen Tierrechtsorganisation Otwarte Klatki  einen Brief an den polnischen Präsidenten Andrzej Duda und den polnischen Landwirtschaftsminister Krzysztof Jurgiel mit der Forderung die geplanten Pferdetransporte nach Japan zu stoppen.

Wochenlange Transporte

Anfang 2016 hat der Generaldirektor der Veterinärdienste bekannt gegeben, dass ein Abkommen zwischen Polen und Japan bezüglich des Exportes von Pferdefleisch unterzeichnet wurde. Das war aber noch nicht alles – es werden gerade Gespräche bezügliche des Exportes von lebenden Pferden nach Japan geführt.

Das Unheimliche: es werden Schiffstransporte von bis zu 30 Tagen in Betracht gezogen. Eine Reise, die viele Tiere wahrscheinlich nicht überleben werden. Und auch wenn die Tiere, wie einige Medien berichten, mit dem Flugzeug transportiert werden sollen: Studien besagen, dass auch diese Art der Beförderung einen enormen Stressfaktor für die Tiere darstellt – während eines zehnstündigen Transportes kann ein Tier bis zu 5% seines Körpergewichtes verlieren. Das ist so, als würde ein erwachsener Mensch innerhalb weniger Stunden vier Kilogramm abnehmen. Auch wird es praktisch unmöglich sein, die Einhaltung von Tierschutznormen beim Transport zu überprüfen

Blutiges Schicksal

Otwarte Klatki haben gestern ein Video veröffentlicht, das auf Aufnahmen aus einer Undercover-Recherche von PETA USA basiert. Darauf ist zu sehen, welches Schicksal die Tiere in Japans Schlachthöfen erwartet, wenn sie den Transport überleben.

Bevölkerung dagegen

Dabei sind viele Polen und Polinnen nicht nur gegen diese Art von Transporten, laut Umfragen würde sich zwei Drittel der Bevölkerung für eine Änderung des Tierschutzgesetzes aussprechen, die das Töten von Pferden zu Ernährungszwecken verbietet und das Tier als tierischen Gefährten einstuft. Diese Meinung wird aber bei den Gesprächen, die von der polnischen Regierung geführt wird, einfach übergangen.

Deshalb haben PETA Deutschland und Otwarte Klatki an den polnischen Präsidenten appelliert, entsprechende Schritte einzuleiten, um den Willen der Bevölkerung durchzusetzen. Der erste Schritt wäre hierbei, die Langstreckentransporte nach Japan nicht zuzulassen.

 

Wenn ihr diese Forderung unterstützen möchtet, könnt ihr diesen Brief an listy@prezydent.pl schicken (Übersetzung unten).

 

Szanowny Panie Prezydencie,

dzisiaj dotarła do mnie informacja o dramatycznym losie polskich koni, które mają być transportowane do Japonii i tam zabite. Tak dalekie transporty nie tylko będą stanowiły ogromne obciążenie dla zwierzą, lecz także stanowią zaprzeczenie starań państw europejskich o skrócenie czasu transportu. Tysiące Polek i Polaków sprzeciwia się tego typu transportom, dwie trzecie polskiego społeczeństwa poparłoby zmianę Ustawy o ochronie zwierząt, która zakazałaby zabijania koni w celach konsumpcyjnych.

Uprzejmie Pana proszę o uwzględnienie tych faktów i niedopuszczenie do podpisania umowy, jak również podjęcie stosownych kroków, w celu zmiany Ustawy o ochronie zwierząt

Z poważaniem

 

Sehr geehrter Herr Präsident,

heute erreichte mich die Information über die dramatische Situation von polnischen Pferden, die nach Japan transportiert und dort getötet werden sollen. Solch weite Transporte stellen nicht nur eine enorme Belastung für die Tiere dar, sie stehen auch in Widerspruch zu den Bemühungen vieler europäischer Länder die Transportwege zu verkürzen. Tausende Polen und Polinnen sind gegen derartige Transporte, zwei Drittel der polnischen Bevölkerung würde sich für eine Änderung des Tierschutzgesetzes aussprechen, die das Töten von Pferden zu Ernährungszwecken verbietet.

Ich bitte Sie diese Fakten zu berücksichtigen und die Unterzeichnung des Vertrages nicht zuzulassen, wie auch entsprechende Schritte einzuleiten, die auf die Änderung des Tierschutzgesetzes abzielen.

Hochachtungsvoll

 

 

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Über den Autor

Andrzej

Andrzej ist Koordinator für Osteuropa bei PETA Deutschland und ist am Ausbau der Tierrechtsbewegung in dieser Region interessiert.

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