Ernährung

Öko-Test bestätigt: Fleisch vom Metzger ebenfalls aus Tierqual-Haltung

„Ich esse nur sehr wenig Fleisch und wenn dann nur vom Metzger meines Vertrauens, der weiß nämlich wo sein Fleisch herkommt“.

Diesen Satz höre ich sehr oft und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann habe ich ihn bis vor sieben Jahren, als ich selbst noch Fleisch gegessen habe, auch gerne mal gesagt, um mein schlechtes Gewissen reinzuwaschen oder Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

Es ist natürlich eine reine Wunschvorstellung des Konsumenten, dass wenn man Fleisch vom Metzger oder mit diversen Siegeln kauft, kein Tier leiden musste. Man stellt sich dann gerne das glückliche Tier auf Wiesen und Feldern vor, das einfach urplötzlich tot umgefallen ist…oder nein, besser man grenzt den Tod des Tieres gleich ganz aus. So machen wir das nämlich gerne bei Milch und Eiern, obwohl Tiere dafür, genau wie für Fleisch, leiden und sterben.

In der aktuellen August-Ausgabe des Öko-Test Magazins wird nun bestätigt:

„Die Preise von Fleisch werden von den Discountern immer weiter nach unten gedrückt. Dadurch sind sie mitverantwortlich für die Massentierhaltung und dafür, dass Bauern von ihrer Arbeit nicht leben können. ÖKO-TEST kritisiert schon lange die Mastbedingungen: Schweine leben in einstreulosen Buchten mit Vollspaltenböden, Zuchttiere in nur körpergroßen Käfigen. Viele Tiere können nur eingeschränkt laufen. Sie werden ohne Betäubung kastriert oder den Ferkeln die Schwänze kupiert. Durch solche Intensivhaltungen leiden die Schweine an schmerzhaften Verletzungen und Verhaltensstörungen.

Wer denkt, dass dieser Wahnsinn gestoppt wird, wenn der Verbraucher nur bereit wäre, mehr Geld für Fleisch auszugeben, irrt leider. Die Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt, dass ein höherer Preis nicht für bessere Qualität steht. Die meisten Metzger beziehen ihr Fleisch mittlerweile extern, nur mehr 30 Prozent schlachten selbst. Und wer sich an der Fleischtheke anstellt, bekommt Ware, die ebenso von Großschlachtereien stammt wie das Billigfleisch der Discounter.“

Und auch Tiere aus ökologischen Betrieben wurden nicht totgestreichelt oder laufen freiwillig ins Schlachtermesser, auch dort sind die Tiere nur ein Produkt. Lest hier warum auch „Biotiere“ leiden. Zudem rechtfertigt eine etwas bessere Haltung nicht das Töten eines Lebewesens – wir brauchen tierische Produkte nämlich absolut nicht! Das Gegenteil ist der Fall, hier erfahrt ihr mehr über eine wirklich gesunde Ernährung und hier erleichtern wir euch den Umstieg.

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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