Ernährung

No-Go: Agrarkommissar Phil Hogan für qualvolle Lebendtiertransporte!

Was stellt ihr euch unter einem Agrarkommissar vor? Laut Duden ist ein Kommissar jemand, der von einem Staat mit einem besonderen Auftrag ausgestattet ist und spezielle Vollmachten inne hat. In Film und Fernsehen klären Kommissare üblicherweise Verbrechen auf oder wollen eben solche verhindern.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan nutzt seinen „besonderen Auftrag“ und seine „speziellen Vollmachten“ leider jedoch nicht, um Verbrechen an Milliarden Tieren in der Landwirtschaft zu verhindern.

Auf der Konferenz über nachhaltige Landwirtschaft des Europäischen Umweltbüros wurde Hogan zum Thema Lebendtier-Exporte in Nicht-EU-Staaten befragt, in denen die europäischen Tierschutzbestimmungen keine Geltung mehr haben.

Hier die ignorante Antwort von Agrarkommissar Phil Hogan (sinngemäße Übersetzung):

„Ich lasse mich absolut nicht von 500 Textnachrichten zu Tierschutzthemen unter Druck setzen, die ich im Laufe eines Tages auf meinem Telefon erhalte. Das wird keinen Zweck haben, das kann man vergessen! (…) Ich werde keine direkte Antwort auf die Art und Weise geben, wie Tiere in Länder außerhalb der Europäischen Union exportiert werden, weil ich derzeit nicht sagen kann, in welchen Ländern die Tierschutzgesetze verbesserungsbedürftig sind. (…) Meine Antwort auf die Frage, ob wir lebende Kühe exportieren sollen oder nicht: Ich bin für Lebendtiertransporte! (…)“

Wer Hogan dennoch seine Meinung zu Lebendtiertransporten mitteilen möchte, kann dies gerne indirekt über dieses Formular machen.

Schweine, Hühner, Puten, Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde leiden unter den enormen Strapazen, denen sie während einer unerträglich langen Fahrt, über hunderte oder tausende Kilometer, ausgesetzt werden. Für die Verantwortlichen in der Agrarindustrie und scheinbar auch für einige verantwortliche Politiker spielt ihr Wohl kaum eine Rolle. Auch bei glühender Hitze oder eisiger Kälte müssen sie die Fahrt zum Schlachthof antreten und meist sterben einige Tiere langsam und qualvoll während der Fahrt. Oft bekommen die Tiere tagelang kein Essen und Wasser und wer unter den Strapazen zusammenbricht, wird nicht selten mit Stromschlägen oder Prügel auf die Transporter und Schiffe gezwungen.

PETA fordert daher ein grundsätzliches Verbot der kommerziellen Beförderung lebender Tiere. Wer den Tieren sofort helfen möchte, der kann sich unter www.veganstart.de für eine tierfreundliche Ernährung entscheiden, denn dadurch werden Tiertransporte überflüssig!

Über den Autor

Lisa

ist Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. Sie hat Agrarwissenschaften studiert und will sich nun für alle Tiere stark machen, egal ob sie muhen, grunzen, gackern, bellen oder miauen.

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