Ernährung

Nicht einfach nur ein heißer Sommer

Temperaturen über 30, ja gar bis zu 40 Grad kommen wieder auf uns zu. Sonnenanbeter unter uns freut das, andere stöhnen über die Hitze – für manche ist es lebensbedrohlich. Wie auch immer die persönliche Einstellung dazu ist, abstreiten, dass es die Auswirkungen des Klimawandels sind, kann man schwerlich. Es ist mehr als bloß ein heißer Sommer.

Neben heißen Tagen bringt die Wetterlage auch Unwetter mit sich, wie wir dieses Jahr schon mehrmals erleben mussten: Gewitter, Starkregen, Stürme, Überschwemmungen… Mensch und Tier sind davon betroffen. Und wir werden uns vermehrt darauf einstellen müssen. Immerhin haben wir die Situation selber heraufbeschworen, indem wir in den letzten Jahrzehnten Treibhausgase noch und nöcher in die Atmosphäre geballert haben. Energie, Verkehr und Landwirtschaft sind die „Schuldigen“, doch eigentlich sind wir es, bedingt durch unser Konsumverhalten. Zwanzig Geräte parallel, Licht in Räumen anlassen, kurz mal für ein Wochenende in den Billigflieger hopsen – und warum sollte ich zu Fuß zum Bäcker um die Ecke, wenn mein Auto doch vor der Türe steht.

Das sind alles Faktoren – doch nichts ist so entscheidend wie die Wahl unserer Ernährung: Jeweils auf 1 Kilo Referenzgewicht berechnet hat Tiefkühlgeflügel- sowie Schweinefleisch mit 4.069 CO2e, Tiefkühlrindfleisch sogar mit 12.402 CO2e, während konventionelles Tiefkühlgemüse lediglich 415 CO2e verursacht. Betrachtet man ein Butterbrot, so sind die Unterschiede noch erschreckender: 768 CO2e entstehen für ein Kilo konventionelles Mischbrot, aber geschlagene 22.089 CO2e für die gleiche Menge ökologisch produzierte Butter. Bei Kartoffeln mit Quark tragen die konventionellen Kartoffeln mit knapp 200 CO2e wiederum weniger zum Klimafußabdruck bei, als der Öko-Quark, der mit 1.804 CO2e zu Buche schlägt. Käme noch Ei aus ökologischer Haltung dazu, so wäre das Gericht um weitere 1.542 CO2e schwerer.

Wir bringen die Welt zum Brodeln und kochen damit einen Sturm nach dem anderen auf. Und genau deshalb müssen wir jetzt handeln. Wir müssen uns für den Wandel hin zur veganen Ernährung einsetzen um den schlimmstem Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten. Ihr glaubt mir nicht? Aber vielleicht dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen? Denn aus einem Bericht von 2010 stammt diese Aussage.

Passiert ist wenig in den 5 Jahren seit dem Bericht – die Politik dreht sich im Kreis und die Wetterextreme nehmen weltweit zu. Aber noch haben wir ein kleines Zeitfenster offen, um den Klimawandel zumindest abzumildern . Deshalb, zum Wohl unseres Planeten und aller Bewohner: lebt vegan!

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Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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