Ernährung

Neuland – Betrug: Gewissenlose Fleischvermarktung als Geschäft

Es kommt, wie es kommen musste: Nachdem PETA Deutschland e.V. seit über 10 Jahren systematisch die Betrügereien in der konventionellen und der biologischen Fleisch- , Milch- und Eierproduktion aufdeckt, gelang nun ZEIT-Redakteuren ein weiteres wichtiges Ermittlungs-Puzzle: Auch Neuland-Fleisch wird, zumindest in Teilen, mit wirtschaftskrimineller Energie produziert und vermarktet. Neuland ist konventionell erzeugtes Fleisch, es sind überwiegend verzüchtete Turbo- und damit Tierqualrassen, sie werden einige Wochen länger in weniger großen Haltungsanlagen wie in den industriellen Augiasställen gehalten, sie werden ebenso brutal ausgestallt wie sonst aus und ihr Leben endet, viel zu früh, am Schlachtband – alles ohne vernünftigen Grund, denn kein Mensch muss Fleisch konsumieren. Das „gute Gewissen“, worauf Neuland immer baute, hat nie bestanden, denn die Produktion und Vermarktung von tierischen Produkten ist – per sé – ein großes Verbrechen an der Schöpfung.

Tierwohl- und Qualitätssiegel für Fleisch? Wie heuchlerisch müssen Tierschutzorganisationen sein, sich für so etwas herzugeben?

Kontrollieren lässt Neuland durch die Gesellschaft für Ressourcenschutz in Göttingen. Einer ihrer Geschäftsführer, Dr. Neuendorff, ist dafür bekannt, sich gegen mehr staatliche Kontrolle auszusprechen, es müsse alles „privat“ bleiben – aus gutem Grunde, wie man sieht. Neben so gut wie allen anderen Label- und Kontrollsystemen ist auch das für Neuland so konstruiert, dass es krimineller Energie Vorschub leistet. Gerade Produzenten von Fleisch, die Hekatomben von Tieren quälen und umbringen, neigen natürlich zu Tricksereien, Durchstechereien und zu ständigen Rechtsverstößen in ihrem blutigen Business. Kein Verein, egal welche honorigen Mitglieder er hat, der sich der Vermarktung von Tieren widmet, kann „gut“ oder „glaubwürdig“ sein – er ist verwerflich, so banal ist die Wahrheit.

Und natürlich ist auch wieder die Stiftung Warentest mit im Geschäft: Diese mit staatlichen Geldern am Leben gehaltene Institution, angeblich auch glaubwürdig und seriös, hat Neuland ihr „Gütesiegel“ aufgedrückt. Auf der anderen Seite diffamiert sie seriöse NGO’s wider besseres Wissens, obwohl ihr das Landgericht München I ins Stammbuch geschrieben hat, selbst intransparent zu arbeiten.

Und welche Sorge trieb Neuland – Geschäftsführer Walter um, als der Großbetrug Ende 2013 ruchbar wurde? Der betrügerisch agierende Landwirt habe Neuland das Weihnachtsgeschäft verdorben …

Wer tierische Produkte labelt, kann nur verwerflich handeln und fällt allen denjenigen in den Rücken, die ein gewaltfreies, ökologisches, kurzum veganes Leben vertreten:

http://www.peta.de/tierschutzlabel

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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